Neue Halle am alten Ort
Die alte Feuerwehr-Gerätehalle ist zu klein geworden. Nachdem die Feuerwehr in ein Ausweichdomizil umgezogen war, wurde der größte Teil der Halle bereits abgerissen. Jetzt wurde der erste Spatenstich zur (fast) neuen Gerätehalle gemacht.
Konz. Die Bagger und Bauarbeiter haben mittlerweile ganze Arbeit geleistet. Der größte Teil der alten Feuerwehr-Fahrzeughalle in der Granastraße ist bereits abgerissen. Einzig die Waschhalle, eine Giebelwand und das Hauptgebäude stehen noch. Hinter der ehemaligen Fahrzeughalle sind Fundamente ausgehoben, und ein Kran ist aufgestellt worden. An gleicher Stelle soll bis Mitte nächsten Jahres ein neues, größeres Feuerwehrgerätehaus entstehen. "Es besteht Erweiterungsbedarf", sagte der Verbandsgemeinde-Beigeordnete Karl-Heinz Frieden beim ersten, symbolischen Spatenstich, den er gemeinsam mit Landrat Günther Schartz aus der Baggerschaufel heraus machte. Das feuerwehrtechnische Gerät müsse adäquat untergebracht werden. Die vor fast genau 25 Jahren fertig gestellte Halle war zu klein geworden. Dicht gedrängt standen die Einsatzfahrzeuge nebeneinander. Ein Teil der Gerätschaften musste außerhalb gelagert werden. Aufgrund der niedrigen Tore passten Einsatzfahrzeuge der neuen Generation überhaupt nicht mehr hinein. Zudem fehlten Räume für die vor knapp 16 Jahren gegründete Jugendfeuerwehr und weitere Schulungsräume. Dieser Zustand soll mit dem Umbau behoben werden. 1,95 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten. 150 000 Euro übernimmt der Kreis. Der ist zuständig für die überörtliche Gefahrenabwehr und hat einen Teil seiner Gerätschaften in Konz untergebracht. "Wir beteiligen uns mit dieser Summe an drei Stellplätzen für kreiseigene Fahrzeuge", sagte Landrat Günther Schartz. Verbandsgemeinde muss 1,3 Millionen Euro zahlen
Ein Boot, eine Ölsperre, ein Mehrzweckfahrzeug und ein LKW mit Abrollcontainer werden dauerhaft im Konzer Gerätehaus untergestellt. Abzüglich einer Landesförderung von rund 494 000 Euro muss die Verbandsgemeinde rund 1,3 Millionen Euro für die Maßnahme aufbringen. Dafür werden die Konzer Brandbekämpfer dann aber auch über ein modernes Gerätehaus verfügen, in dem auch für die absehbare Zukunft genug Platz sein wird. Die Fahrzeughalle wird doppelt so tief sein wie die bisherige. Die Einsatzfahrzeuge können zukünftig in zwei Reihen hintereinander abgestellt werden. Das umständliche Rückwärts-Einparken gehört dann der Vergangenheit an. Die Fahrzeuge können von hinten einfahren und nach vorne hinausfahren. Auch im Verwaltungsgebäude wird es Änderungen geben. Die bisher vermietete Wohnung wird frei. Das Gebäude wird aufgestockt. Dadurch entsteht zusätzlicher Platz für Lager-, Unterrichts- und Gemeinschaftsräume sowie eine Atemschutzwerkstatt. Über ein angebautes Treppenhaus werden die Geschosse erreicht. Markant wird der Übungsturm, der neben dem Treppenhaus errichtet werden soll. Die knapp zwölf Meter hohe und auf einer Fläche von 1,3 mal vier Metern stehende Stahlkonstruktion ist in drei Ebenen unterteilt, die von außen durch Luken oder über eine Innenleiter erreicht werden können. Eine neue Außenanlage mit eingezäuntem Innenhof, drei Zufahrten und Parkplätzen für die Feuerwehrleute runden das Ganze ab. Den Baufortschritt kann man auf der Internetseite der Feuerwehr ( www.feuerwehr-konz.de) per webcam beobachten. Auf ihr gewohntes Feuerwehrfest brauchen die Konzer trotz abgerissener Fahrzeughalle dennoch nicht zu verzichten. Am 9. und 10. Juni wird sich die Wehr mit ihrem gewohnten Programm auf dem Marktplatz präsentieren.