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Neue Ideen für das Dach der Schule in Serrig

Neue Ideen für das Dach der Schule in Serrig

Ein undichtes Dach hat der Turnhalle der Grundschule in Serrig arg zugesetzt. Eine Instandsetzung ist unumgänglich. Warum dann nicht gleich Solarmodule daraufsetzen und einen Teil der Investitionen zurückgewinnen? Mit dieser Frage hat sich der Ortsgemeinderat beschäftigt und eine interessante Lösung gefunden.

Eines steht fest: Die Instandsetzung der Serriger Schulturnhalle wird teuer, sehr teuer. Denn das Dach ist undicht. Die Rohre wurden 1964 in den Wänden verlegt, und dort tritt die Feuchtigkeit auch wieder aus. Drei Varianten der Problemlösung hat der Ortsgemeinderat jetzt diskutiert. Ortsbürgermeister Egbert Adam sagte: "Eine Reparatur im Bestand kostet uns 100 000 Euro, und da sind die Baunebenkosten wie Gerüst und Planung noch gar nicht drin." Einfach Solarmodule draufsetzen, ohne zu wissen, ob das Dach das aushält, geht aber auch nicht. Eine Ständerkonstruktion müsste das alles halten. Baukosten 135 000 Euro.

Der Rat hat sich für die aufwendigste, aber auch effektivste Variante entschieden: Ein Pultdach kommt auf die Halle. "Das wärmt das Gebäude wie eine Wollmütze", erklärt Adam. Darauf könnte ein Investor die Solartechnik setzen. "Mit Schoenenergie aus Föhren verhandeln wir bereits", sagt der Ortschef.
Ohne die Solartechnik wird es dennoch eine Investition für die Ortsgemeinde von 210 000 Euro. Rund 50 000 Euro davon wurden jetzt für die Planung des Tragwerks, der Statik und einen Architekten vergeben. Thomas Weimann hat auch schon den Umbau des ehemaligen Landschulheimes betreut.Mütze und Mantel für Halle


Die Konstruktion soll so ausgeführt werden, dass nach der "Mütze" später auch ein "Mantel", sprich eine Fassadenisolierung, installiert werden kann. Direkt vom Dach soll der Eigenbedarf an Strom in die Schule und vielleicht auch in das Kindergartengebäude fließen. Weiter wird über einen gleichzeitigen Nahwärme- und Elektroverbund von Schule und Kita nachgedacht. Das letzte Wort hat jedoch die Kommunalaufsicht. Diese Behörde muss die Investition für das Dorf mit klammer Kasse genehmigen. "Ein Totalabriss mit Neubau hätte 1,5 Millionen Euro gekostet", rechnet Adam vor. Die Bausubstanz sei jedoch noch gut. Bis die Halle jedoch komplett runderneuert ist, vergehen noch gut und gerne zehn Jahre, schätzt der Ortschef.