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Neue Infotafel lädt ein zu Geschichtsstunde auf Schillinger Dorfplatz

Heimatkunde : Geschichtsstunde auf dem Schillinger Dorfplatz

Eine neue Infotafel klärt Touristen und Einheimische über die Historie der Ortsmitte und bedeutende ehemalige Bauwerke auf.

Hoher Besuch in Schillingen: 1512 kommt Maximilian I. (1459-1519), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, nach Schillingen. Seine Majestät wohnte damals in der sogenannten Schillinger Burg. Belegt ist eine Übernachtung am 1. April. Von dort aus ritt der Kaiser mit großem Gefolge zum Reichstag in die Stadt Trier (11. März bis 11. Mai 1512), den er zuvor einberufen hatte, und besuchte auch St. Wendel und Grimburg.

Die Anwesenheit dieses historischen Schwergewichts im Hochwald ist der Kern einer neuen Infotafel auf dem Schillinger Dorfplatz. Der Schillinger Paul Schmitz hat die Tafel angeregt, den Text dazu geschrieben und die zur Illustration verwendeten Bilder gezeichnet. Denn der Platz in der Schillinger Ortsmitte gleich neben der Pfarrkirche ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem die damalige Burg und zwei Schulgebäude standen.

An die kleine Festung – Mittelpunkt der damaligen Reichsherrschaft Schillingen des Trierer Domkapitels – erinnert heute nur noch der Straßenname Hinter der Burg. Der 88-jährige Paul Schmitz hat sie nach eigenen Vorstellungen gezeichnet. Auch die beiden früheren Schulen, in denen ab Mitte des 19. Jahrhundert und ab 1910 Kinder aus dem Ort unterrichtet wurden, sind längst verschwunden. Initiator Schmitz ist jedoch wichtig: „Das Wissen darüber darf nicht verloren gehen.“ Einheimische könnten ruhig ein wenig stolz auf ihren Heimatort sein, findet er. Auch für Touristen, die den Dorfplatz als Parkplatz und Startpunkt für Wanderungen über den Panoramaweg und zur Fatimakapelle nutzten, sei die Tafel eine wichtige Informationsquelle.

Der Ortsgemeinde war die Tafel laut Ortsbürgermeister Markus Franzen 550 Euro wert. „Direkt neben dem Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert wollen wir zeigen, wie kulturhistorisch interessant Schillingen ist“, sagt der Ortschef.

Paul Schmitz ist auch Mitglied eines Arbeitskreises, der eine Dorfchronik erstellen will, in die sicherlich die Informationen der neuen Tafel wieder mit einfließen werden.

Der Hobbyhistoriker sucht noch Mitstreiter und Menschen, die kulturhistorische Gegenstände, Fotos oder Dokumente beisteuern können. Paul Schmitz ist unter der Telefonnummer 06589/409 oder per E-Mail an
ppschmitz@web.de erreichbar.