1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Neue Internetseite, neues Logo, neuer Stadtplan: Hermeskeil arbeitet mit Hochdruck am ersten eigenen Onlineauftritt

Neue Internetseite, neues Logo, neuer Stadtplan : Hermeskeil arbeitet mit Hochdruck am ersten eigenen Onlineauftritt

Im April will die Stadt Hermeskeil ihre Internetseite erstmals öffentlich präsentieren. In einem Ausschuss wurden am Donnerstag zwei Vorschläge für ein Logo vorgestellt. Betriebe sind ab sofort aufgerufen, sich am Aufbau eines interaktiven Stadtplans zu beteiligen.

Museen, Geschäfte, Gastronomie, zwei Bäder, Wander- und Radwege – die Stadt Hermeskeil hat für Gäste einiges zu bieten. Nach Meinung von Stadtbürgermeisterin Lena Weber (SPD) sind diese Vorzüge jedoch für Nicht-Hermeskeiler kaum sichtbar. Was auch daran liege, dass der Stadt ein eigener Onlineauftritt fehle. Genau daran wird jedoch seit einiger Zeit gearbeitet. Die Fortschritte stellte Weber am Donnerstagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus vor.

Die Adresse www.stadt-hermeskeil.de ist zwar schon länger für Hermeskeil reserviert gewesen, wurde aber bislang nicht genutzt. Informationen über die Hochwaldstadt finden Internetnutzer momentan nur über das Onlineportal der Verbandsgemeinde (www.hermeskeil.de). Das soll sich bald ändern. „Unser Ziel ist, unsere Seite mit interaktivem Stadtplan Anfang April bei der Hochwald-Gewerbeschau zu präsentieren“, kündigte Weber an.

Der neue Stadtplan wird ein zentrales Element der Homepage. Auf einer Übersichtskarte des Stadtgebiets soll der Nutzer Rubriken wie Gewerbe, Natur, Tourismus und Sehenswürdigkeiten auswählen und per Mausklick Informationen über Angebote und Betriebe aufrufen können. Ihren Gewerbetreibenden wolle die Stadt damit bewusst eine Plattform schaffen, betonte Weber. „Jetzt geht es darum, dass möglichst viele mitmachen.“ Ab sofort gebe es auf einer Testversion der Seite eine Eingabe-Maske, in die Geschäftsleute kostenfrei ihre Branche, eine Beschreibung des Betriebs, Öffnungszeiten, Logo, Foto und Link zur Firmen-Internetseite eintragen könnten. „Wir hoffen, dass der Plan bis zum 4. April vielfältig bestückt ist“, ergänzte Stefanie Schömer, bei der VG zuständig für Wirtschaftsförderung.

Parallel arbeitet die Stadt mit IT-Spezialisten an einem neuen Erscheinungsbild für den Onlineauftritt und den offiziellen Briefkopf der Stadt. „Wir wollen etwas mit Wiedererkennungswert. Etwas, womit wir uns als Hermeskeiler identifizieren“, erläuterte Weber. Dies solle sich in Schriftzug, Logo und Farbgestaltung widerspiegeln. Die Stadtchefin präsentierte zwei erste Logo-Entwürfe: Nummer eins zeigt grüne Baumwipfel, zwischen denen ein Wildschwein-Kopf hervorschaut – der „Hermeskeiler“, inoffizielles Wahrzeichen der früheren Garnisonstadt. Im zweiten Vorschlag ragt aus dem dunkelblauen Schriftzug „Stadt Hermeskeil“ der markante Turm der Martinuskirche hervor.

Letzterer fiel bei den Ausschussmitgliedern weitgehend durch. Zu ernst, zu unauffällig lautete deren Urteil. Zustimmung fand die Idee, mit dem „Hermeskeiler“ als Motiv weiter zu arbeiten. Der vorliegende Entwurf sei jedoch zu „verspielt“ und „comicartig“. Vorgeschlagen wurde eine eher stilisierte Darstellung des Keilers, orientiert an dem Basaltstein, der 40 Jahre lang am Eingang zur Hochwaldkaserne stand und heute die Fußgängerzone ziert. Lena Weber betonte, dass es noch weitere Vorschläge geben werde, die man in den Gremien besprechen wolle. Iris Schleimer von der Geschäftstelle der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Erbeskopf gab den Hinweis, dass die LAG die Entwicklung eines solchen Corporate Designs für die Einheitsgemeinde Morbach gefördert habe. Diese Möglichkeit bestehe auch für Hermeskeil.

Ein weiteres EU-Förderprojekt könnte der Premium-Rundweg „Römerpfad“ sein, den die Stadt ausweisen möchte. Überlegungen dazu stellte Valérie Schäfer, Leiterin der Touristinformation Hermeskeil, vor. In der Verbandsgemeinde (VG) gebe es zwar fünf Traumschleifen, die an den beliebten Saar-Hunsrück-Steig angedockt sind. Die Stadt selbst könne mit einem solchen Rundweg aber nicht dienen. „Damit könnten wir aber die Wanderer länger bei uns halten“, sagte Schäfer. Zwar könnten neue Traumschleifen nicht mehr angelegt werden, deren Zahl sei auf 111 begrenzt. Aber Gemeinden dürften kürzere Strecken planen. Diese Traumschleifchen sind um die sechs Kilometer lang und leicht zu gehen. Die Kriterien für die Beschaffenheit der Wege und die Bepunktung als Premium-Wanderweg sind ähnlich wie bei den größeren Traumschleifen.

Ein von Schäfer präsentierter Vorschlag für die Wegführung des Römerpfads mit Start am Waldstadion in der Nähe des Hermeskeiler Römerlagers stieß auf Kritik. Forstrevierleiter Jörg Clemens gab zu bedenken, dass Wanderer zu lange an der stark befahrenen Züscher Straße entlanglaufen müssten. Man solle zudem überlegen, den Weg als Verbindung zwischen Römerlager und keltischen Grabhügeln am Tivoli anzulegen. Für eine gute Bewertung des Pfads schlug Schäfer Elemente wie als Schaukel gestaltete Ruhebänke, Infotafeln oder einen Weinschrank vor. Die Kosten für eine Grundausstattung ohne spezielle Highlights lägen geschätzt bei etwa 5000 Euro. Der Ausschuss entschied einstimmig, diese Summe in den Haushaltsplan für 2020 einzustellen und in Abstimmung mit dem Forst eine geeignete Strecke auszuwählen.