Neue Ortsdurchfahrt für Oberzerf

Straßenausbau : Neue Ortsdurchfahrt für Oberzerf

Der Landesbetrieb Mobilität stellt dem Ortsgemeinderat Pläne für den Ausbau der Haupt- und Saarburger Straße vor.

Eine Fahrt durch Oberzerf offenbart schnell, wie schlimm es um die Haupt- und die Saarburger Straße steht. Schlaglöcher und ein stetiges Schaukeln machen deutlich, dass vor allem immer schwerer werdende Traktoren ihre Spuren hinterlassen haben. Elf Zuhörer wollten dabei sein, als Marc Kuhn vom Landesbetrieb Mobilität die Planung für die Instandsetzung vorstellte, denn die Kosten für Gehwege, Straßenbeleuchtung und Ausgleichsmaßnahmen an den Grundstücken tragen zum großen Teil die Anlieger.

Die Kreisstraße 141 gehört auf 640 Metern dem Kreis – noch. Denn sie soll zur Ortsstraße herabgestuft werden. An die Ortsgemeinde übergeben werden soll sie jedoch in tadellosem Zustand. „Erst danach gehört sie uns“, stellt deshalb Ortsbürgermeister Dieter Engelhardt fest. „Im Frühjahr 2019 kommen die Bagger“, schätzt der Leiter der Fachgruppe Planung. Eineinhalb Jahre werde die Baustelle wohl dauern, weil die Verbandsgemeindewerke auch noch nach dem Zustand der Kanäle und Wasserleitungen schauen müssen, um marode Stellen auszutauschen.

Die nötigen Vollsperrungen bei den einzelnen Bauabschnitten sieht der Planer als das geringste Problem an: „Oberzerf ist dreifach an die B 268 und B 407 angebunden.“ Hier eine Kreisstraße zu unterhalten bezeichnete Kuhn als Luxus, denn: „Wie der Name schon sagt, soll eine Kreisstraße dem Verkehr im Landkreis dienen.“ Das sei bei der K 141 nicht der Fall und deshalb werde sie zur Ortsstraße abgestuft, wie viele andere im Lande auch.

Dass der Kreis nur Geld sparen will, meinten hingegen die Anlieger, die die Sitzung verfolgten. Sie können sich auch mit der künftigen Fahrbahnbreite von 5,50 Metern und einer Gehwegbreite von 1,25 bis 1,5 Metern bei einer Rinnenbreite von 34 Zentimetern nicht so richtig anfreunden. Einige Ratsmitglieder befürchten, dass es gerade in Höhe der Kirche, wo eine Mauer direkt am Fahrbahnrand steht, Schwierigkeiten geben wird, wenn sich Autos und schwere Trecker begegnen. Es gibt aber auch Anlieger, die sich genau darüber freuen, weil dann endlich mal langsam gefahren wird, denn die Ortsdurchfahrt ist eine beliebte Abkürzung zwischen den beiden Bundesstraßen.

„500 Fahrzeuge, davon 30 im Schwerlastverkehr nutzen in 24 Stunden die Ortsdurchfahrt“, zitiert Kuhn eine LBM-Messung. Was allerdings mit dem Stück zwischen Ortsausgang und B 407 passieren soll, muss die Ortsgemeinde noch mit dem LBM verhandeln.

Jetzt folgt die Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange. Das sind Behörden, aber auch Naturschutzverbände. Eine Kostenschätzung und die Ausschreibung braucht ebenfalls seine Zeit. Deshalb ist mit Baubeginn nicht vor dem Frühjahr 2019 zu rechnen.

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