Neue Parkanlage im Landratsgarten und Schulen profitieren von Beschlüssen der VG Saarburg-Kell.

Kommunalpolitik : Aus Saarburgs Landratsgarten wird eine Oase

Der Garten oberhalb der Verwaltung auf dem Schlossberg in Saarburg soll zur touristischen Attraktion werden. Platz für Empfänge und kleinere Konzerte ist ebenfalls vorgesehen.

Im Bauausschuss der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell herrschte hundertprozentige Einigkeit über drei wichtige Projekte im Bereich Tourismus und Schulen.

Wie schon im Juni 2018 vorgestellt (der TV berichtete), wird der sogenannte Landratsgarten oberhalb des Verwaltungsgebäudes in Saarburg zu einem Park rund um das Aussichtstürmchen Belvedere umgestaltet. Das seit vielen Jahren ungenutzte und teilweise ungepflegte, rund 2200 Quadratmeter große Areal soll aus dem Dornröschenschlaf erweckt und zur Begegnungsstätte für die Bürger, aber vor allem eine weitere prominente Landmarke auf den Touristenpfaden zwischen Altstadt und Burgruine werden.

Die schöne Rundum-Sicht von der Aussichtsplattform und die terrassenartige Anlage mit bis zu 13 Metern Höhenunterschied sind Pfunde, mit denen die Stadt wuchern kann. Die mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitektin Silke Oeffling aus Igel hat in der Ausschusssitzung ihre Vision eines Treffpunktes und eines Ortes zum Verweilen gezeigt. Sie unterteilt den Park in vier Bereiche: Den nördlich ausgerichteten Bürger- und Jugendpark, die Pausenterrasse im Osten, den Burggarten im Westen und eine Veranstaltungsterrasse mit südlicher Ausrichtung zum Staden an der Saar hin, auf der laut Bürgermeister Dixius bei Empfängen oder Konzerten locker 200 Personen Platz finden sollen. Die vorhandenen Hecken und Mauern werden erhalten und saniert, die Wege verdichtet beziehungsweise asphaltiert.

Dazu kommt eine Bepflanzung mit schattenspendenden Bäumen, heimischen und exotischen Büschen, Sträuchern und Stauden, wie es historisch Mode war. Im 17. und 18. Jahrhundert waren beispielsweise asiatische Maulbeerbäume sehr „en vogue“. Wenn die Bürger der Stadt das wünschen, soll es die Gelegenheit zum hippen „Urban Gardening“ geben. Kräuter oder Gemüsebeete werden dabei von den Städtern selbst bewirtschaftet. Sandsteinquader und Bänke sowie Picknicktische komplettieren die Ausstattung. Der Denkmalschutz wird beachtet und damit ein „sensibler Umgang mit dem Ort und seiner Historie“ erreicht, wie Oeffling betont. Alles in allem sei das eine „Oase“ für Bürger und Besucher. Die Kosten liegen bei rund 265 000 Euro, wovon 60 Prozent über das europäische Leader-Programm gefördert werden.

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