Neue Pläne für die Gusenburger Mitte

Neue Pläne für die Gusenburger Mitte

GUSENBURG. Die Gemeinde hat lange, lange darauf gewartet. Im Frühjahr 2007 soll es endlich beginnen: In Gusenburg wird die Landesstraße 147 durch den Ort ausgebaut. Damit einher geht die Neugestaltung von gemeindeeigenen Plätzen und Nebenstraßen im Dorf, die rund 680 000 Euro kosten wird. Den Plänen dafür hat der Gusenburger Rat jetzt bei einer Enthaltung zugestimmt.

Wenn es ein Projekt gibt, von dem Ortsbürgermeister Heinz Schuh (CDU) seit Jahren sagt, dass es "zwingend notwendig" ist, dann ist damit der seit Langem geforderte Ausbau der Landesstraße 147 durch Gusenburg gemeint. Im Frühjahr 2007 soll es nun mit dem Bauvorhaben losgehen, dass das Erscheinungsbild des 1300-Einwohner-Orts nachhaltig verändern wird. Die Pläne für den Ausbau hat der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) in Trier längst gemacht. Bevor die Straße neu gemacht wird, ist es aber notwendig, dass an mehreren Stellen alte Kanal- und Wasserleitungen ersetzt werden. Verkehrsregelung noch unklar

Der Gemeindechef geht zwar davon aus, dass mit den Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt aus Richtung Grimburg begonnen wird. Sicher ist das aber noch nicht. Unklar ist auch, ob der Verkehr während der Bauarbeiten durch Ampeln geregelt oder eine Umleitung eingerichtet wird. Nur eins steht für Schuh fest: "Man darf sich keine Illusionen machen, dass es keine Verkehrsprobleme geben wird, und die Hauptstraße innerhalb eines Jahres fertig ist. Ich rechne mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren", sagt Schuh. Das liegt auch daran, dass in einem Atemzug mit dem Ausbau der L 147 für insgesamt 680 000 Euro einige gemeindeeigene Plätze an der Hauptstraße ihr Aussehen verändern, sowie drei Nebenstraßen zumindest teilweise erneuert werden (siehe Hintergrund). Ein Vorgehen, dass in zweifacher Hinsicht Sinn macht: "Die Fahrbahn wird ja nach dem Ausbau schmaler. Deshalb bekommen wir mehr Raum, den wir auch gestalten müssen", betont Schuh. Wenn sich die Gemeinde mit ihren Vorhaben an den Ausbau der L 147 andocken kann, und die Bauarbeiten als Gesamtpaket ausgeschrieben werden, erhofft man sich zudem Kostenersparnisse. Vor allem die Neugestaltung von zwei zentralen Plätzen, die sich zurzeit zum Teil als eher monotone Asphaltflächen präsentieren, soll den Ortskern attraktiver machen und ihn beleben - so das erklärte Ziel des Gemeinderats. So wird der Platz an der Einmündung der Poststraße neu gepflastert und das alte Buswartehäuschen abgerissen. Es entsteht dafür eine neue, optisch gefälligere Konstruktion. Außerdem wird der Hauptteil des Platzes in zwei Höhenniveaus gegliedert. Hinzu kommen Begrünungen. Auf der schräg gegenüber liegenden Seite war eine Umplanung notwendig, weil sich der ursprünglich angedachte Ausbau der Nagelschmiede in einem dort befindlichen Anwesen aus Kostengründen zerschlagen hatte (der TV berichtete). Eine Alternative an anderer Stelle ist aber bereits gefunden: Da ein privater Investor die Umgestaltung und Modernisierung einer alten Scheune plant, soll die Nagelschmiede nun dort untergebracht werden. Multifunktionale Fläche entsteht

Für die Platzgestaltung wurde ein Kompromiss gefunden. "Es soll hier eine multifunktionale Fläche entstehen, die teilweise auch als Parkplatz genutzt werden kann", informierte Petra Ballus vom planenden Ingenieurbüro Fuchs den Gusenburger Rat. Am Platz an der Ecke Bachstraße sollen unter anderem eine neue Info-Tafel und neue Bänke aufgestellt werden. Optisch ansprechender gestaltet - "ohne dass dabei große Kosten entstehen" (Schuh) - schließlich auch die Flächen rechts und links von der Hauptstraße am Ortseingang aus Richtung Hermeskeil. Eine auffällige Neuerung, die mit dem Ausbau der L 147 einhergeht, wird das Wegfallen der Haltebuchten für Busse sein. "Manche werden sich zwar deswegen wundern. Wenn die Busse aber künftig am Straßenrand anhalten, soll das der Verkehrsberuhigung dienen", erläutert Schuh die Überlegungen des LSV. Das Thema Sicherheit spielt in Verbindung mit dem schlechten Zustand der Fahrbahndecke auch eine wichtige Rolle beim Teilausbau von drei gemeindeeigenen Nebenstraßen zur L 147. Das gilt vor allem für die Einmündung von Lindenborn- und Feldstraße in die Hauptraße, die noch wegen der schlechten Sicht für Linksabbieger problematisch ist. "Diese Kreuzung wird jetzt einige Meter nach unten in Richtung Ortsausgang verschoben", sagt Schuh. Neu gemacht wird auch das Anfangsstück der Straße "Zur Weiheranlage".