Neue Straßen für Freudenburg

FREUDENBURG. Die Ortsdurchfahrtsstraßen in Freudenburg und im Ortsteil Kollesleuken sollen spätestens bis 2010 neu ausgebaut sein. Entsprechende Pläne erläuterten Vertreter des Landesbetriebs Straßen und Verkehr Trier in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung in dieser Woche.

Das Thema "Straßenausbau in Freudenburg" beziehungsweise Kollesleuken hatte dafür gesorgt, dass in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates neben den Kommunalpolitikern auch einige interessierte Bürger den Weg ins Bürgerhaus gefunden hatten. Lambert Norta und seine Kollegin Alexandra Candels vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr Trier (LSV) präsentierten den Zuhörern ausführlich die Pläne für beide Projekte. "Seit etwa eineinhalb Jahren ist der Ausbau der L 131 und der L 133 ein Thema", erläutert Ortsbürgermeister Bernd Gödert im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. "Dabei war das nicht unsere Idee, sondern der LSV ist mit diesem Ansinnen auf die Gemeinde zugekommen." Verschwenkungen und ein Gehweg

Die Entscheidung, die Hauptstraße in Freudenburg, die L 131, auszubauen, beruhe primär auf der Tatsache, dass die ehemalige Bundesstraße (B 51) vor einigen Jahren zur Landesstraße zurückgestuft worden sei. "Derzeit ist sie wegen der früheren Einstufung noch acht Meter breit, soll aber auf sechs Meter zurückgebaut werden", sagt Gödert. "Wir sind dankbar dafür, denn die breitere Fahrbahn verleitet eindeutig zum zu schnellen Fahren durch den Ort." Am Ortseingang würden im Zuge des Ausbaus Verschwenkungen angebracht, die zusätzlich bewirken sollen, dass Verkehrsteilnehmer auf die Bremse statt aufs Gas treten. Auch Grünflächen sowie Parkstreifen auf beiden Straßenseiten seien zu diesem Zweck vorgesehen. Die Gehwege auf beiden Seiten würden erneuert werden. In Kollesleuken sei der Ausbau der L 133 notwendig, "weil die Straße total beschädigt ist", wie Gödert sagt. "Außerdem gibt es dort bislang keinen Gehweg." Auch dort sollen an den Ortseingängen, aus Richtung Freudenburg sowie aus Richtung Kirf kommend, Verschwenkungen angebracht werden. Gödert: "Allerdings ist, aus Richtung Freudenburg kommend, der Platz für eine Verschwenkung nicht da, so wie die Straße derzeit angelegt ist." Um ihn zu schaffen, lautet der Lösungsvorschlag des LSV, den Hang auf Straßenniveau aufzuschütten. Auch das Anbringen eines Gehweges gestalte sich nach jetzigen Vorzeichen schwierig. "Ein normaler Gehweg ist zwischen einem und 1,50 Meter breit", weiß Gödert. "Das funktioniert jedoch in Kollesleuken nicht. Wir möchten dennoch wenigstens so breit ausbauen, dass jemand mit Kinderwagen Platz hat." Um den Gehweg zu realisieren, müsse private Fläche dazugenommen werden. "Dazu müssen wir erst einmal prüfen, wer Eigentümer dieser Fläche ist." Anfang kommenden Jahres will Gödert zu einer Bürgerversammlung zu den geplanten Straßenausbauten einladen. "Die Anlieger, die bei den Gehwegen zu 65 Prozent an den Kosten beteiligt werden, sollen informiert werden und die Möglichkeit haben, Anregungen zu machen." Anschließend beginne der LSV zu planen. Keine Aussage zu den Kosten

Eine genaue Zeitdimension habe der LSV nicht gegeben. "In vier bis fünf Jahren sollen beide Straßen ausgebaut sein, heißt es", sagt der Ortsbürgermeister. Erst werde in Kollesleuken gebaut, dann in Freudenburg. Zu geschätzten Kosten sei bislang keine Aussage gekommen. Fest stehe hingegen, dass die Ausbauten gemacht und die Kosten für die Straßen vom Land Rheinland-Pfalz übernommen würden. Bei den Gehwegen sind die Anwohner mit 65 Prozent, die Gemeinde mit 35 Prozent beteiligt. "In jedem Fall bedeutet das auch eine Aufwertung für das Ortsbild", meint Gödert. "Zumal häufig die Anwohner im Zuge solcher Arbeiten ihre Vorhöfe neu gestalten."