Neue Toiletten für die Dorfhalle und Ärger um zwei Wege

Neue Toiletten für die Dorfhalle und Ärger um zwei Wege

Muss an zwei frisch sanierten Wirtschaftswegen nachgebessert werden? Darüber hat der Gemeinderat Bescheid debattiert. Außerdem ging es um einen geplanten barrierefreien Umbau der Dorfhallen-Toiletten. Der Mehrgenerationenservice wird nun doch später eröffnet als geplant.

15 Punkte auf der Tagesordnung hatte der Ortsgemeinderat Bescheid abzuarbeiten. Besonders intensiv wurde über die kürzlich abgeschlossene Sanierung zweier Wirtschaftswege diskutiert. "Die Oberfläche ist sehr grobkörnig, so haben wir uns das nicht vorgestellt", stellte Ortbürgermeisterin Nastja Raabe fest. Man könne nun eine zusätzliche Feinsandschicht aufbringen, um eine glattere Oberfläche zu bekommen. Allerdings wären dafür, zusätzlich zu den 30 000 Euro für die Sanierung, weitere 13 000 Euro fällig. Nach ihren Informationen gebe es dafür auch keine Fördermittel, sagte Raabe. Laut Timo Jansen von der Verbandsgemeinde-Verwaltung in Hermeskeil werden die Wege durch den Feinsand versiegelt, weshab dafür eine "naturschutzrechtliche Genehmigung" notwendig sei.

Ratsmitglied Otmar Jäckels betonte, dass die Wege für Radfahrer und Kinderwagen momentan kaum passierbar seien. Deshalb müsse "unbedingt etwas gemacht werden". Rainer Thomas wollte sich beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum erkundigen, ob über deren Wegebau-Programme noch eine Förderung für Bescheid möglich sei. Der Rat stimmte schließlich mehrheitlich dafür, Kosten und Fördermöglichkeiten noch einmal zu prüfen und die Feinsandschicht vorerst nicht zu beauftragen.

Eine Auftragsvergabe gab es dagegen im Zusammenhang mit der Dorfhalle. Ein Architekturbüro soll eine erste Entwurfsplanung und Kostenschätzung für den behindertengerechten Umbau der Toiletten übernehmen. Ortschefin Raabe hatte zuvor erklärt, dass die Ortsgemeinde im Mehrgenerationenhaus nicht zwingend Toiletten vorhalten müsse. In dem Gebäude sollen ein Dorfcafé und generationenübergreifende Angebote eingerichtet werden (der TV berichtete mehrfach). "Wir können die Anlagen in der Dorfhalle nutzen - und die wollen wir jetzt sanieren und barrierefrei machen." Franz Backes plädierte dafür, die zu erwartenden Mehrkosten für ein externes Büro zu sparen und den Entwurf lieber vom Bauamt der VG erstellen zu lassen: "Wir wissen ja schon genau, was wir wollen. Meiner Meinung nach braucht man dafür keinen Architekten." Die Mehrheit befürwortete jedoch die Vergabe an den Fachmann. "Dann hat das Ganze nachher Hand und Fuß und wird zeitnah fertig", argumentierte Raabe.

Die Eröffnung von Café und Mehrgenerationenservice verzögert sich laut der Ortschefin. Den geplanten Starttermin im September könne man nicht halten, weil noch viele Dinge zu klären seien. "Weil wir aber auch nicht im Winter eröffnen wollen, haben wir jetzt den 1. April ins Auge gefasst." Bis dahin müsse weiter über ein Konzept und konkrete Angebote nachgedacht werden. Dabei soll nun auch eine pädagogische Fachkraft helfen, die die Ortsgemeinde einstellen will. Die entsprechende Ausschreibung wurde jetzt vom Rat auf den Bereich Mehrgenerationenservice ausgeweitet. Ursprünglich sollte sich die Hilfskraft um den Aufbau von Angeboten für Kinder und Jugendliche kümmern.Extra

In der Straße Im Wasengarten werden die vier Straßenlaternen auf stromsparende LED-Technik umgerüstet. Der Anbieter RWE habe dort ohnehin nicht mehr vorschriftsmäßige Leuchtmittel ersetzen müssen, sagte Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe. Die Kosten beliefen sich auf 1795 Euro, dazu gebe es einen Zuschuss von 600 Euro. Die Investition werde sich nach 4,4 Jahren amortisiert haben. Die Feuerwehr baut derzeit einen Anbau an das Gerätehaus, um dort unter anderem ihre Einsatzkleidung unterzubringen. Die Verbandsgemeinde Hermeskeil gibt dafür 5000 Euro. Die Ortsgemeinde hat sich nun bereiterklärt, die etwa 2000 Euro für neue Spinde zu übernehmen. Der Anbau, den die Wehrleute größtenteils durch Eigenleistung finanzieren, soll Anfang 2017 fertig sein. Für die Verlegung einer Abwasserleitung zum Sportplatz hat der Gemeinderat den Auftrag in Höhe von 8900 Euro an eine Baufirma vergeben. Diese soll baldmöglichst den Graben für die Rohre herstellen, die der Sportverein dann in Eigenleistung verlegen will. cweb

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