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Neuer Kapitän auf dem Tourismus-Flagschiff

Neuer Kapitän auf dem Tourismus-Flagschiff

KELL AM SEE. Sein neuer Wirkungskreis hat für John Schotman, Parkmanager von "Landal Hochwald" in Kell, klare Pluspunkte. Die gestiegene Attraktivität des Ferienparks, der nicht nur Wanderer und Wintersportler lockt, kommt auch der Gemeinde zugute.

So ganz neu ist "der Neue" bei "Landal Hochwald" nicht. Vor seinem Start in Kell hat "Landal-GreenParks"-Manager John Schotman zwölf Jahre Erfahrung im "Mont-Royal"-Park in Kröv gesammelt. Was ihn von der Mosel zu den Hunsrückhöhen gelockt hat, ist der Drang nach einer "neuen Herausforderung", erklärt der 41-Jährige, der in Kell Chef von 50 Mitarbeitern ist. Nach langer Zeit am gleichen Wirkungskreis sei es sein Wunsch gewesen, "seine Energie wieder in neue Sachen einzubringen". Mit Sonnenbank und Flachbild-Fernseher

Bei den Investitionen, die 2006 anstehen, bietet sich da reichlich Gelegenheit. Denn im Laufes des Jahres soll mit der Modernisierung etlicher der 235 Ferienhäuser begonnen werden. Die in drei Bauphasen - 1970, 1975 und 1989 - errichteten Häuser sollen neue Möbel, Gardinen und Küchen erhalten. Einige werden sogar mit Sauna, Sonnenbank und Flachbild-Fernsehern als Luxus-Bungalows ausgestattet. Eine halbe Million Euro will "Landal-GreenParks" in dieses Vorhaben investieren. Einen entscheidenden Schritt bei der Modernisierung hat der Park bereits 2005 getan, als er die vorherige Tennishalle zur Kinder-Spielhalle umfunktionierte. "Tennis ist ja nicht mehr so populär", kommentiert Schotman die Entscheidung für das Piraten-Paradies, in dem Kinder wetterunabhängig auf Klettergerüsten und Rutschen toben können. Das Angebot steht Hausgästen wie anderen Besuchern offen. In den Jahren zuvor wurde in Gastronomiebereich, Restaurant, Schwimmbad und Wellness investiert. Für den aus Holland stammenden Parkmanager, der seit 28 Jahren in Deutschland lebt, steht sein neuer Wirkungskreis dem bisherigen in nichts nach. Während an der Mosel die im April beginnende Saison Ende Oktober abrupt ende, seien die höheren Lagen durchgängig gefragt. "Das hier ist natürlich ein Park, der gerade im Winter sehr attraktiv ist", sagt er. Schotman weiß um die Vorzüge von "Landal Hochwald". Stammgäste wissen die Nähe zum Erbeskopf sowie Schlittschuhbahn und Langlaufloipen vor der Bungalowtür zu schätzen. Doch der 35 Hektar große Ferienpark ist auch zu wärmeren Zeiten gefragt. Schotman: "Es ist ein super Gebiet zum Wandern, und die Gegend hier ist toll." Er nennt die Nähe zu Trier und Luxemburg als weitere Pluspunkte des Parks. Was die Gäste jedoch vor allem an Kell schätzten, seien Landschaft, Natur und Ruhe. "Das ist schon eine Umgebung, in der man sich wirklich sehr gut erholen kann", schwärmt Schotman. Die Vorzüge der Anlage, die 2004 mit 185 000 Übernachtungen glänzte, kommen auch der Gemeinde zugute. Und das nicht nur dank des Kurbeitrags von jährlich 27 000 Euro oder in Form höherer Steuereinnahmen. Werner Angsten, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kell und Vorsitzender des Vereins Hochwald-Ferienland, weiß, was er an dem seit mehr als 30 Jahren im Ort ansässigen Ferienpark hat. Abgesehen von den Arbeitsplätzen, die das Haus biete, sei auch die "Einbindung lokaler Lieferanten und Dienstleister" hervorzuheben. Landal GreenParks nehme in der gesamten Hunsrück-Region "eine Spitzenposition" ein, sagt Angsten. Außerdem animiere das Haus seine Gäste, "sich auch im Hochwald und in der Region umzuschauen".