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Neuer Mast misst die Windstärken auf dem Teufelskopf

Neuer Mast misst die Windstärken auf dem Teufelskopf

Die zwei Sendemasten, die seit Jahren auf dem Teufelskopf bei Waldweiler stehen, haben Gesellschaft bekommen. Etwa 700 Meter von ihnen entfernt hat die Firma Juwi einen dritten Mast aufgestellt. Er soll die Windgeschwindigkeiten in diesem Bereich messen.

Waldweiler/Weiskirchen. Er ist 100 Meter hoch, seit vorigen Freitag in Betrieb und wird laut Juwi-Unternehmenssprecher Michael Löhr etwa ein Jahr lang Daten liefern, wie häufig und intensiv die Wind am Teufelskopf und Schimmelkopf bläst. In diesem Bereich planen die beiden Gemeinden Waldweiler und Weiskirchen (Saarland) zusammen mit ihrem Vertragspartner Juwi den Bau eines Windparks mit sieben Anlagen. Die Firma aus Wörrstadt (Rheinhessen) ist der Ansicht, dass der bis zu 695 Meter hoch gelegene Hauptkamm des Schwarzwälder Hochwalds einer der "Top-Windkraftstandorte in Rheinland-Pfalz" ist.
Löhr geht davon aus, dass mit dem Bau der Räder 2014 begonnen werden kann und sie 2015 in Betrieb gehen. Allerdings müsste vorher die Verbandsgemeinde Kell - wenn alle Gutachten wie zum Beispiel zum Artenschutz und zu den Ausiwrkungen auf das Landschaftbild vorliegen - ihren Flächennutzungsplan ändern und dieses Gebiet als Vorrangfläche für Windkraft ausweisen. Das ist noch nicht geschehen. Der Teufelskopf ist einer von fünf Standorten, der aktuell in der VG zur Debatte steht. Allerdings würden die geplanten Windräder auf Waldweilerer Gemarkung in der Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrück liegen. Deshalb werden sie von den Nachbarorten Schillingen und Mandern abgelehnt. Im Anschluss an die Änderung des VG-Flächennutzungsplans müsste auch im Fall Waldweiler zudem jedes einzelne Rad ein Baugenehmigungsverfahren durchlaufen. ax