Neuer Ortskern in Sicht

RIVERIS. Zwei Wünsche sollen in Riveris noch in diesem Jahr wahr werden: Ein geplanter Anbau für das Gemeindehaus und die Umgestaltung des Ortskernes zum multifunktionalen Dorfzentrum.

Beieiner Ortsbesichtigung erklärte MdL Manfred Nink (SPD), dass ersich für einen Landeszuschuss einsetzen werde. An dem Ortstermin mit dem Landtagsabgeordneten nahmen Ortsbürgermeister Hans Jakobs, Bürgermeister Bernhard Busch und die Gemeinderatsmitglieder Hartmut Ruf und Gerhard Ostermann teil. Der Abgeordnete verwies auf den in wenigen Tagen in Mainz anstehenden Beschluss des Nachtragshaushaltes. Der Zuschuss für die Ortsgemeinde Riveris sei danach nur noch eine Frage der Zeit. Riveris dürfe also optimistisch in die Zukunft schauen.

Nink: "Der Umbau und die Umgestaltung des Dorfplatzes steht in der Rangfolgeliste auf Platz acht. Daher dürfte es keine nennenswerten Probleme geben." Auch Bürgermeister Bernhard Busch betonte: "Das Projekt in Riveris hat höchste Priorität." Dies auch, weil sich die Bevölkerung mit einem riesigen Engagement bei der Gestaltung und Planung des Platzes beteiligt habe.

Was ist eigentlich vorgesehen? Geplant ist ein multifunktionales Dorfzentrum am Gemeindehaus - eine Kommunikations- und Begegnungsstätte, die das Dorfzentrum entscheidend prägen soll. Bereits 1990 hatte die Ortsgemeinde von Studenten der Fachhochschule ein Konzept zur Dorferneuerung für diesen Bereich erstellen lassen. Darin wurden verschiedenste Möglichkeiten zur Ortskerngestaltung vorgeschlagen.

Problem: Zuschüsse aus Mainz blieben aus

Jakobs: "Damals haben wir aber nie eine Realisierung für möglich gehalten." Dann aber, vor zwei Jahren, sollte die Sache doch in Angriff genommen werden. Die an das Gemeinde- und Feuerwehr-Gerätehaus angrenzenden Gebäude wurden gekauft und abgerissen. Damit wäre der Weg für das Projekt frei gewesen. Doch dann gab es ein Problem: In den Jahren 2001 und 2002 blieben die erwarteten Zuschüsse aus Mainz in einer Gesamthöhe von 156 000 Euro für die rund 240 000 Euro teure Maßnahme aus. Doch nun scheinen sich die Dinge wieder zum Besseren zu kehren.

Mit Hilfe von Mainz wird die Gemeinde den bestehenden Torso zwischen Gemeindehaus und Kapelle in eine ansehnliche Fläche umwandeln können. Geplant und vom Rat beschlossen sind dort auch eine zusätzliche Spielfläche, Sitzgelegenheiten, ein Pavillon sowie ein Carport. Eine historische Kelteranlage und ein Mühlrad sollen den Platz zusätzlich beleben.

Beginn mit Ausbau des Gemeindehauses

Inzwischen hat die Gemeinde dafür einen an den Gemeindeplatz angrenzenden Garten gekauft. Gekauft wurde auch eine Wiese neben dem Friedhof, auf der ein Platz für Urnengräber geschaffen werden soll.

Die gesamte Fläche (ohne Kapelle und Friedhof) wird rund 3000 Quadratmeter umfassen. Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte. Den Anfang macht der auf 92 000 Euro veranschlagte Ausbau des Gemeindehauses. Aus Mainz werden dazu 55 000 Euro erwartet.