Neuer Rat steht fest: Künftig sieben Mitglieder in Lampaden

Neuer Rat steht fest: Künftig sieben Mitglieder in Lampaden

Nach dem Rückzug mehrerer Mandatsträger ist das Nachrücken der Ersatzleute beendet. Nun ging es um neue Beigeordnete und schwierige Entscheidungen.

Der Umbruch ist vollzogen: Nach dem Rücktritt von sieben Mitgliedern des Lampadener Gemeinderats Ende August steht nun fest, wie groß das Gremium künftig sein wird. Laut Ortsbürgermeister Martin Marx (Bürgerliste Lampaden, BGL) werden bis zur nächsten Kommunalwahl 2019 sieben statt bisher zwölf Ratsmitglieder den Rat bilden. Als neue Mitglieder wurden bereits am 4. September Andreas Herbster und Björn Schwarz verpflichtet, die von der Liste der Wählergruppe Mergens nachrückten.

Die Kommunalaufsicht beim Kreis Trier-Saarburg hatte die Umsetzung des Nachrück-Verfahrens kritisiert, weil es aus ihrer Sicht nicht ordnungsgemäß nach gesetzlichen Vorgaben abgelaufen war (TV vom 6. September). Ein Argument der Behörde war, dass mögliche Ersatzleute der zurückgetretenen Ratsmitglieder von CDU und GfL (Gemeinsam für Lampaden, Wahlliste Mergens) eine Woche Zeit haben müssten, um über die Annahme des Mandats zu entscheiden. In der Folge wurde das Verfahren noch einmal durch die Verbandsgemeinde-Verwaltung in Kell am See wiederholt, die erneut alle möglichen Kandidaten kontaktiert hat. Da laut Marx alle weiteren potenziellen Nachrücker abgesagt haben, bleibt es vorerst bei sieben Ratsmitgliedern.

Weil auch die bisherigen Beigeordneten Petra Huwer (CDU) und Heike Mergens (GfL) zurückgetreten sind, mussten ihre Ämter neu vergeben werden. Der neu gebildete Rat wählte am Montagabend jeweils einstimmig Sebastian Backes (fraktionslos) und Andreas Herbster zum ersten und zweiten Beigeordneten. Herbster bildet mit Schwarz die neue Fraktion NfL. Wofür die Abkürzung steht, wollten beide noch nicht öffentlich bekanntgeben.

Auf der Tagesordnung standen außerdem Anmerkungen der Aufsichtsbehörde zum Doppelhaushalt 2017/18. Weil mit Hinweis auf die Verschuldung Lampadens - insgesamt etwa 865 000 Euro zum Jahresende 2016 - nur ein Teil der nötigen Kredite für Investitionen genehmigt wurde, musste eine Entscheidung her, was weiterverfolgt werden soll. Festhalten will der Rat am Ausbau der Kapellenstraße, am Buswartehaus für die Dorfmitte, einer Heizungsanlage für den Bauhof, der Gestaltung eines Teichs am Ortsrand und einer Nachnutzung für das Feuerwehrhaus. Zurückgestellt wurden die Erschließung eines Neubaugebiets, eine Anbindung an den Ruwer-Hochwald-Radweg und ein Fußweg zum Ortsteil Niedersehr.

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