Neuer Schützenprinz für Lampaden
Beim Lampadener Schützenverein zeichnet sich ein Generationenwechsel ab. In diesem Jahr kürte der Verein keinen Schützenkönig, sondern lediglich einen Schützenprinz. Die älteren Vereinsmitglieder wollen der Jugend den Vortritt lassen. Sie soll in der ersten Reihe stehen. Es sei ein Umbruch, der Zeit brauche, so der Vereinsvorsitzende Edwin Weirich.
Lampaden. (hm) Einen Schützenkönig zu krönen, das hat der Lampadener Schützenverein vorerst auf Eis gelegt. Dafür steht die Jugend derzeit in der ersten Reihe des Vereins.
Das Alter der aktiven Schützen und die mangelnde Bereitschaft Jugendlicher, sich an Vereine binden zu wollen, hat auch im Lampadener Schützenverein Spuren hinterlassen.
"In diesem Jahr haben die älteren Hubertus-Schützen darum gebeten, das Königsschießen ausfallen zu lassen, um der Jugend den Vorzug zu geben", erklärte der Vorsitzende des Vereins, Edwin Weirich.
"Wenn die Jugendlichen, die wir noch im Verein haben, ein paar Jahre älter sind, werden sie am Königsschießen teilnehmen. Es ist eben ein Umbruch, und der braucht Zeit."
Und so zog, wie in jedem Jahr, der Umzug der Schützen mit zahlreichen Gästen anderer Bruderschaften, angeführt vom Musikverein Baldringen vom Vereinshaus zur Kirche, wo die jugendlichen Schützen ihre Insignien erhielten. Schützenprinz wurde Denis Vogel, die beiden Junker sind Timo Huwer und Matis Heinen.
Und wie es seit der Gründung des Vereins im Jahr 1961 schon Tradition ist, legte Brudermeister Edwin Weirich im Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege unter der Teilnahme der Bevölkerung einen Kranz nieder.