Neuer Seelsorger für den Hochwald

Neuer Seelsorger für den Hochwald

Pastor Thomas Linnartz hat als Leiter zweier Pfarreiengemeinschaften im Hochwald alle Hände voll zu tun. Verstärkung erhielt er Ende des vergangenen Jahres in Form eines neuen Kaplans. Axel Feldmann wurde Nachfolger von Kaplan Michael Pauken.

Zerf. (hm) An der Garderobe mehrere Messgewänder, im Wohnzimmer eine Voliere mit zwei Wellensittichen, auf dem Tisch einen Laptop und an den Wänden einige selbstgemalte Bilder. Das sind die ersten Eindrücke, die auf einen Besucher einwirken, wenn er die Wohnung von Kaplan Axel Feldmann im Pfarrhaus Zerf betritt.

Seit dem 1. August 2010 ist der 33-Jährige als Nachfolger von Kaplan Michael Pauken gemeinsam mit Pastor Thomas Linnartz zuständig für zwei Pfarreiengemeinschaften mit den Pfarrgemeinden Zerf, Schillingen, Kell am See, Reinsfeld, Greimerath, Mandern Waldweiler, Hentern und Lampaden.

Der in Neunkirchen/Saar geborene Spätberufene, wie sich Feldmann selbst bezeichnet, absolvierte nach dem Abitur in Leipzig eine Ausbildung zum Assistenten für Fremdenverkehr und Gaststättengewerbe mit Praktika bei der Tourist-Information in Trier und der Deutschen Zentrale für Tourismus in Zürich. "Während dieser Ausbildung kam bei mir der Gedanke und der Wunsch, Priester zu werden", verrät Feldmann und fügt hinzu, dass dieser Wunsch meist schon in früher Kindheit geäußert wird. "Bei mir war es eben etwas später, dafür aber eine Entscheidung ohne irgendeine Beeinflussung."

Priesterweihe im Trierer Dom



Sein Weg habe im Trierer Priesterseminar begonnen. "Nach meinem Diplom war ich Pastoralpraktikant in Dillingen und erhielt in dieser Zeit die Diakonweihe." Nach der Priesterweihe am 7. Juli 2007 im Trierer Dom habe er seine erste Kaplanstelle in Bernkastel-Kues angetreten und dort drei Jahre lang sieben Pfarreien betreut. "Die Zeiten zu damals haben sicher erheblich geändert", sagt Feldmann. 1500 Kilometer in einem Monat mit rund 30 Stunden Fahrzeit seien noch nicht die Obergrenze. Große Umwege wegen aktueller Straßenarbeiten seien die Regel. "Aber wenn man den Beruf liebt, wie ich es tue, nimmt man das gerne in Kauf."

Erholung sucht Feldmann in der Malerei und beim Klavierspielen. Aber auch Spiele am Computer sind ihm zur Abwechslung willkommen.

Auf die Frage nach einer Haushälterin lacht er: "Nein, die Zeiten sind vorbei. Ich koche mir selbst und auch sonst versuche ich den Haushalt alleine in den Griff zu bekommen."

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