Neuer Spielplatz für Tawern

Wie ein Dorf rund 50 000 Euro bei der Anlage und Einrichtung eines Spielplatzes spart und dennoch alles, was Kindern Freude macht, anbieten kann, zeigt das Beispiel Tawern.

Tawern. (kdj) Hätte das Wetter mitgespielt und nicht noch auf den letzten Drücker mit Frost- oder aber mit Regen den Ablauf gestört, dann hätten die Kinder im Tawerner Baugebiet "In der Acht" den neuen Spielplatz schon längst in Besitz nehmen können. Wegen der fast täglichen wechselnden schwierigen Witterung musste Ortsbürgermeister Josef Weirich die Freigabe des Spielgeländes verschieben. Voraussichtlich kann er ihn erst Anfang Mai freigeben, wenn der Boden die Wiesen-Einsaat auch festhält. Dann wird das neue Spiel-, Spaß- und Springgelände mit einem großen Fest für Jung und Alt eingeweiht.

Im Jahre 2008 wurde mit der Planung für die den Spielplatz begonnen. Auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Gelände warten - inmitten des Baugebiets - solide konstruierte und bereits vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) abgenommene Geräte wie Korbschaukel, Kletterturm, Sandkasten mit Holzhütte, Spiellandschaft, Geschicklichkeitsparcours und Boule-Bahn auf die Kinder. Das Gelände wurde geschickt modelliert. Ein Flechtwerkzaun trennt auf einer Seite den Spielbereich unaufdringlich, aber sicher vom angrenzenden Privatbesitz ab. Die Straßenseite soll mit einer Hecke bedacht werden. "Die Gesamtkonzeption mitten im Wohngebiet gewährleistet größtmöglichen Schutz für unsere Kinder. Der Platz steht sozusagen unter ständiger Beobachtung", versichert Ortsbürgermeister Weirich, der in Begleitung seiner wichtigsten Helfer das Spielgelände vorstellte.

Die tatkräftige Beteiligung vieler Tawerner hat die Kosten für diesen Spielplatz gedrückt. Weirich: "Besonders zu nennen sind Ralf Bauschert, Christian Jung, Thomas Müller und Andreas Koltes." In den ersten Planungen für das Projekt war von 100 000 Euro die Rede. "So viel Geld hatten wir aber nicht. Also war Eigenleistung angesagt", schildert der Ortsbürgermeister die Situation. 30 000 Euro für die Spielgeräte waren ein fester Posten, ebenso rund 20 000 Euro Materialkosten für die Herrichtung des Geländes, die Materialbeschaffung für den Fallschutz unter den Geräten, die Erstellung der Fundamente und der Boule-Bahn. "Dass wir mit der Hälfte der geschätzten 100 000 Euro ausgekommen sind, haben unsere Bürger mit ihrer Eigenleistung möglich gemacht: Wir haben den Arbeitslohn gespart. Dafür schulden wir ein großes Dankeschön."