Neuer Stadteingang für Hermeskeil

Eine der wichtigsten Verkehrsadern der Hochwaldstadt verwandelt sich ab kommendem Frühjahr bis 2013 in eine Baustelle. Die Koblenzer Straße (B 327) wird ausgebaut. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier hat am Dienstagabend im Hermeskeiler Stadtrat die Pläne für den ersten von insgesamt drei Bauabschnitten vorgestellt.

 Bald wird hier gebaut: Am Stadteingang von Hermeskeil bestimmen ab Frühjahr 2010 Bagger und Laster das Bild. TV-Foto: Axel Munsteiner

Bald wird hier gebaut: Am Stadteingang von Hermeskeil bestimmen ab Frühjahr 2010 Bagger und Laster das Bild. TV-Foto: Axel Munsteiner

Hermeskeil. Die Auswirkungen dieser Arbeiten werden sehr viele Autofahrer zu spüren bekommen, und sie werden gewiss zu Behinderungen führen. Andererseits sorgen sie nach ihrem Abschluss für mehr Verkehrssicherheit und werten ein Haupteingangstor in die Stadt gestalterisch auf.

Fahrbahnteiler soll Raser ausbremsen



Die Koblenzer Straße (B 327), auf der täglich circa 3700 Fahrzeuge unterwegs sind, wird in den nächsten Jahren sukzessive ausgebaut. Beginnen werden die Arbeiten im Frühjahr 2010 auf dem 160 Meter langen Stück zwischen dem Stadteingang (Autohaus Knaack) und der Einmündung zur Raiffeisenstraße. Das kündigte Lambert Norta vom LBM Trier bei der Vorstellung des Projekts im Stadtrat an.

Es geht dabei aber nicht allein um eine neue Asphaltdecke, sondern auch um Veränderungen, die den Verkehr bei der Einfahrt in die Stadt verlangsamen sollen. Damit die Autofahrer künftig tatsächlich den Fuß vom Gaspedal nehmen, soll direkt in Höhe des Ortsschilds ein Fahrbahnteiler installiert werden.

Außerdem wird die Straßenbreite von acht auf 6,50 Meter reduziert. Das Ratsmitglied Anton Bauch (CDU) äußerte zwar Bedenken, dass es dann zu eng würde, wenn sich zwei große LKW begegnen. Norta entgegnete aber, dass die Erfahrung - etwa in der noch viel stärker als die Koblenzer Straße befahrenen Ortsdurchfahrt von Igel - zeige, dass auch bei der vorgesehenen Breite von 6,50 Meter keine Probleme im Begegnungsverkehr zu erwarten seien.

Auf dem ersten Teilstück sollen zudem ein kombinierter Streifen für Fußgänger und Radfahrer entstehen und neue Bäume gepflanzt werden. "Wir hören ja oft die Kritik, dass unsere Ortseingänge nicht attraktiv genug sind. Wir haben jetzt aber eine Planung vorliegen, die die Optik zumindest in der Koblenzer Straße eindeutig verbessert", betonte Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB).

Anschließend stimmte der Rat den Vorschlägen des LBM bei einer Enthaltung (Bauch) zu. Die Kosten für das Straßenbauprojekt stehen laut Norta noch nicht fest. Klar ist aber, dass die Erneuerung der Fahrbahn vom Bund bezahlt wird. Verbandsgemeinde-Werke und Stadt sitzen bei dem Vorhaben dennoch finanziell mit im Boot.

Die Bagger reißen zunächst die Straße auf, damit vom Stadteingang bis zur Stichstraße Koblenzer Straße (Hausnummer 51a) neue Kanal- und Wasserleitungen verlegt werden können.

Die alten Leitungen liegen nach Auskunft von Werkleiter Andreas Schmitt teils schon über 40 Jahre unter der Erde und sind deshalb stark sanierungsbedürftig.

Allein für diesen Abschnitt haben die Werke Kosten von 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt finanziert zusammen mit den Anliegern die neuen Gehwege.

Für die erste Bauphase ist laut LBM und Schmitt eine Dauer von einem Jahr veranschlagt. Wenn die Bauarbeiten anlaufen, soll die Koblenzer Straße zunächst halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampel geregelt werden.

In den beiden weiteren Bauabschnitten wird sich bis zum Jahr 2013 in Richtung Stadtmitte vorangearbeitet.

Abschnitt zwei erstreckt sich von der Stichstraße Koblenzer Straße bis zur St.-Josef-Straße, das Reststück bis zur Züscher Straße.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort