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Politik: Neues Baugebiet: Serrig soll am Nepol wachsen

Politik : Neues Baugebiet: Serrig soll am Nepol wachsen

Ortsgemeinderat entscheidet sich für ein Neubaugebiet ohne Sackgassen. Auch der Ausbau der Kita schreitet voran.

Stichstraßen oder Ringverkehr? Diese Frage hat der Ortsgemeinderat Serrig für das künftige Neubaugebiet Am Nepol entschieden. Alle drei Fraktionen sprechen sich für die freie Zufahrt aus, ohne den Zwang zu wenden. „Erschlossen wird das 16 000 Quadratmeter große Gebiet für 20 Baustellen von der Saarstraße aus“, erklärt der beauftragte Planer, Andreas Heinke vom Büro Paulus und Partner in Wadern. Doch bislang grasen hier noch Pferde. „Das Problem mit der Koppel muss natürlich vorher gelöst sein“, sagt Heinke.

Es wird einen Lärmschutz gegenüber der Bundesstraße und der Bahn geben. Die Straßen werden sechs Meter breit, allerdings inklusive Rinne und Gehweg, der auf Straßenniveau nur anders gepflastert ist. Die zweite Variante mit Stichstraßen und Wendehämmern hätte nur eine Baustelle mehr gebracht.

„Die Baustellengröße von 500 bis 700 Quadratmetern ist vernünftig, sonst werden die Grundstücke zu teuer“, stellt Ortsbürgermeister Egbert Adam fest. Die Ortsgemeinde wolle ja erschwingliches Bauland auch für junge Familien anbieten.

Doch erst der Grundsatzbeschluss für ein Neubaugebiet steht. Jetzt muss erst der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Saarburg entsprechend geändert werden. Erst danach kann das Baugebiet konkret mit allen Details geplant werden.

Derweil arbeiten die einzelnen Projektgruppen in der Dorfmoderation weiter. Altbürgermeister Franz-Josef Neises fordert: „Beim Neubau der Bühne in der Turnhalle sollte über eine Grundsatzplanung nachgedacht werden.“ Über einen Feierabendtreff will seine Gruppe am 11. Juni um 18 Uhr in der „Basilika“ (Anbau der Turnhalle) nachdenken. „Jetzt muss der Startschuss für den Bauantrag bei der Kreisverwaltung fallen“, stimmt auch Ortsbürgermeister Adam seinem Vorgänger zu.

Ulf Milanese wirbt für das Nachrichtenportal Telegram, um Neues aus Serrig schneller und effektiver verbreiten zu können: „Das geht auch per Twitter.“ In die gleiche Richtung zielt auch das System „Schlaue Dörfer“ mit einer intelligenten Datenbank. „Die Nutzung ist bei der Verbandsgemeinde vorgesehen und kommt so kurz vor der Fusion mit Kell gerade recht“, sagt Egbert Adam.

Weitere Vorschläge, wie mehr Möglichkeiten für den Tischtennissport, ein Turnangebot für Kinder ab zwölf Jahren, Mitfahrbänke und Info-Abende sind in der Diskussion.

Mit einer Bürgergenossenschaft will Serrig ein Sozialunternehmen aufbauen, das sich ganz allgemein um die Daseinsvorsorge im Dorf kümmert. Mobilität, Hilfeleistungen, neue Lebens- und Wohnformen, alles unter einem Dach und finanziell abgesichert. „Das ist derzeit wie ein großer Teig, der aufgeht und wächst“, sagt Ortschef Adam.