Neues Haus für Wehr und Bürger

Perl · Schule und Feuerwehrgerätehaus in Besch sollen abgerissen werden. Dort könnte ein neuer Komplex mit Geräte- und Bürgerhaus entstehen. Architekt Daniel Moske stellte im Perler Gemeinderat das Projekt vor. 2,7 Millionen Euro soll das Projekt kosten.

Perl. An der Stelle in Perl, an der in der Bescher Franziskusstraße die Grundschule steht, soll die Feuerwehr eine neue Heimat finden und die Bescher ein Zentrum zum Feiern und Treffen erhalten. Das jedenfalls sehen die Pläne vor, die Architekt Daniel Moske vom Büro Schooff und Moske den Mitgliedern des Perler Gemeinderates vorstellte. Das Feuerwehrgerätehaus soll zur Straße hin hochgezogen werden - unter anderem mit Jugendraum, Schulungsraum, Werkstatt und einer Garage, die nach Moskes Befunden für drei Einsatzfahrzeuge ausrichtet sein wird. Der Vorplatz soll nach seiner Darstellung frei bleiben, um den Einsatzkräften bei Alarm freie Fahrt zu garantieren. Die speziell ausgewiesenen zwölf Parkplätze für die Feuerwehrleute sollen parallel zu dem Vorplatz ausgewiesen werden. "Die Stellplätze für die Besucher des Bürgerhauses haben wir auf dem Bereich des Schulhofes vorgesehen", sagte Moske.
Ministerien könnten mitzahlen


Die Steigung zum Bürgerhaus, die bislang existiert, wird nach Worten des Architekten eingeebnet, so dass der Treffpunkt später barrierefrei ist. Ein überdachtes Foyer ist laut Moske angedacht, ein kleiner Saal, 70 Quadratmeter groß, der unterteilbar ist, und ein großer Saal mit 230 Quadratmetern. Dazu zählt er eine Küche, Abstellmöglichkeiten, zwei Kellerräume, eine Toilettenanlage, einen Putzraum und einen Keller, in dem die Technik untergebracht werden kann, auf. Für Feuerwehrgerätehaus wie für das Bürgerhaus sieht er Flachdächer vor. Beide Gebäude seien getrennt voneinander, nicht einmal eine Verbindungstür soll es geben.
Separat davon die Umkleiden für den SV Besch: Dafür wird nach Worten von Moske ein Gebäude am benachbarten Sportplatz gebaut. Kosten für Bürgerhaus, Feuerwehrgerätehaus und die Umkleiden schätzt er auf rund 2,7 Millionen Euro. Nach Worten von Bürgermeister Ralf Uhlenbruch können die Perler für diese drei Projekte auf Zuschüsse bauen. Das hätten Gespräche mit den Ministerien in Saarbrücken ergeben.
"Für das Feuergerätehaus können wir mit etwa 60 Prozent rechnen, für das Bürgerhaus mit rund 50 Prozent und für die Umkleiden mit etwa 30 Prozent." Sabine Kremer-Wolz von der FDP nannte es wichtig, vor einer grundlegenden Entscheidung den Bescher Ortsrat mit ins Boot zu nehmen. "Das Gremium hat die Pläne in seiner Sitzung positiv aufgenommen." Daher: Wenn die Planungen verfeinert sind, soll der Ortsrat offiziell einbezogen werden.
Nach seinen Worten kann der Rat in der Jahresabschluss-Sitzung im Dezember das Projekt in den Nachtragshaushalt einbringen. Auch SPD-Fraktionsmitglied Kristina Niederkorn-Boesen machte sich dafür stark, den Bescher Ortsrat einzubeziehen. Ihr Vorschlag: der Sache zuzustimmen, vorbehaltlich des Votums des Ortsrats - eine Initiative, die CDU-Fraktionschef Ernst Rudolf Ollinger für gut befand. red

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