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Neues Heim für die Gusenburger Wehr

Neues Heim für die Gusenburger Wehr

In dezentem Grauton mit roten Türen und Fenstern, so präsentiert sich das Gusenburger Feuerwehrhaus nicht nur mit dem neuen Anbau. Auch das integrierte Gemeindehaus ist zum großen Fest der Einweihung farblich angepasst worden. Seit 2005 wurde dafür gekämpft.

Gusenburg. Mit Wasser kann die Feuerwehr ja umgehen. Doch bei der Einweihung der Gerätehauserweiterung in Gusenburg kann es schon mächtig stören, wenn Nass vom Himmel fällt. So wurde lieber in der Fahrzeughalle gefeiert, die ebenso wie das ganze Haus neu gestaltet ist. Dazu spielte der Musikverein Lyra unter der Leitung von Dietmar Georg Knippel zackige Melodien.
Wasser, wenn auch in der edelsten Form, benutzte auch Franziskaner-Pater Ulrich zur Einsegnung des Hauses der Retter, und bat darum, dass bei Gefahr die Naturgewalten gut gebändigt werden können. "Längst war unser Haus mit den geltenden Vorschriften nicht mehr in Einklang zu bringen", erklärte Wehrführer Marco Hares. Sich zwischen den Fahrzeugen umzuziehen berge auch Unfallgefahren.
Im September 2012 krempelte die Wehr die Ärmel hoch und schuf allein durch ihre Arbeit einen Wert von 30 000 Euro. Insgesamt kostete der Anbau 178 000 Euro. Das Land gab 45 500 Euro, die Verbandsgemeinde 77 380 Euro und die Ortsgemeinde trägt 25 720 Euro.
Diese Schaffenskraft der Gusenburger Wehr und weiterer Helfer beeindruckte Verwaltungschef Michael Hülpes sehr: "Das ist eine fantastische Leistung."
Ortsbürgermeister Josef Barthen erinnerte daran, dass eigentlich drei Feste auf einmal gefeiert werden: "Der Anbau, das Patronatsfest und zwei Tage der offenen Tür." Der Ortschef freut sich nicht nur über das schmucke Erscheinungsbild des Hauses, sondern auch darüber, dass der Sitzungssaal nicht mehr mit der Feuerwehr geteilt werden muss. Barthen lobt ausdrücklich den Fleiß der Wehrleute: "Da war bis in den späten Abend Licht auf der Baustelle."
Wehrleiter Christoph Borresch lobte: "Die Gusenburger Wehr steht zusammen wie eine Wand. Respekt." Der älteste Helfer, Rolf Hares aus der Alterswehr, hält mit rund 900 Stunden den Rekord an dieser Baustelle. Dafür wurde der 75-Jährige vom Landesfeuerwehrverband mit der Ehrennadel in Silber geehrt, die ihm Vorsitzender Matthias Liesch überreichte.
Guido Keller aus Bescheid, Marco Hares aus Gusenburg und Jörg Kirchen aus Grimburg erhielten das silberne Ehrenzeichen. Diese Auszeichnung wird von der Verbandsgemeinde verliehen. doth