Neues Heim für Löschfahrzeuge

IGEL. Auf eine neue Unterkunft hoffen darf die Freiwillige Feuerwehr der Ortsgemeinde Igel, die zurzeit noch unter beengten Verhältnissen leidet. Den Grundsatzbeschluss hat der Verbandsgemeinderat Trier-Land schon getroffen – auch die "Marschrichtung" steht fest.

Zusammen mit Schleidweiler, Kordel und Welschbillig gehört Igel zu den Gemeinden in der Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land, die in das Neubau- oder Erweiterungsprogramm für Feuerwehrhäuser aufgenommen wurden. Das alte Igeler Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen: Es bietet zu wenig Raum für die immer umfangreicher gewordene Ausrüstung, die ebenfalls "gewachsenen" Löschautos passen nur noch zentimetergenau hinein, der Anhänger mit der Tragkraftspritze steht unter freiem Himmel, und es gibt weder einen Schulungsraum noch Sanitäreinrichtungen. Auch Platz für den Gemeindefuhrpark

Die für Igel gefundene Lösung kommt sowohl der 20 Mann starken Freiwilligen Feuerwehr als auch dem Gemeindefuhrpark zugute. An der Straße Am Feilenkreuz, in unmittelbarer Nähe zur B 49, hat die Gemeinde für 450 000 Euro ein ehemaliges Gewerbeanwesen mit einer 1200 Quadratmeter umfassenden Halle erworben, die sich zur Umgestaltung in ein Feuerwehrhaus eignet. Außerdem bleibt noch ausreichend Platz für die Fahrzeuge und Geräte der Gemeindearbeiter. Dank der verkehrsgünstigen Lage ist der Standort im Ernstfall problemlos von den Wehrleuten zu erreichen. Ebenso ist das ungehinderte Ausrücken der Einsatzfahrzeuge garantiert. Bürgermeister Wolfgang Reiland von der VG Trier-Land: "In einem Abstimmungsgespräch mit der Ortsgemeinde, dem Kreisfeuerwehrinspekteur und dem Wehrleiter der VG Trier-Land wurde das Projekt zunächst umrissen. Dies war die Grundlage für ein weiteres Abstimmungsgespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier." Erfreuliches Resultat dieser Verhandlung: Das Bauvorhaben ist als förderfähig anerkannt worden. Die Gemeinde Igel hat die ehemalige Gewerbehalle an einem Getränkehandel vermietet - die Firma soll auch nach dem Umbau an ihrem Standort bleiben. Die einstigen Büroräume im Obergeschoss dienten zeitweise als Wohnung und stehen nun leer. Ortsbürgermeister Franz-Josef Scharfbillig: "Ihre weitere Nutzung als Wohnraum war wegen der Brandschutzbestimmungen nicht mehr möglich - ein Umbau hätte sich nicht mehr gelohnt. Eine Wohnung ist auch künftig nicht mehr vorgesehen." Die Feuerwehrexperten des Kreises und der VG Trier-Land haben einen Bau mit zwei Einstellplätzen (Flächen: 34 und 45 Quadratmeter) vorgeschlagen. Hinzu kommen Ausrüstungslager, Sanitär-, Umkleide- und Unterrichtsraum sowie ein Raum für die Jugendfeuerwehr. Außerdem werden in der Halle Fahrzeug- und Geräteräume für den Fuhrpark sowie eine Gewerbefläche (Getränkemarkt) eingerichtet. Die alten Gebäude werden abgerissen

Nachdem nun die Grundlagen festgelegt sind, folgen im zweiten Schritt die genaue Konzeption und die Planung. Bürgermeister Reiland: "Erst danach wird sich etwas zum Umfang der Kosten sagen lassen. Voraussetzung ist, dass die Planung alle Vorgaben der Förderfähigkeit erfüllt." Bis Feuerwehr und Fuhrpark ans "Feilenkreuz" umziehen können, wir also noch einige Zeit vergehen. Doch die Tage des alten Feuerwehrhauses und des Fuhrparkgebäudes an der engen Secundinierstraße sind schon gezählt. Anfang der 70er-Jahre - als dort ein Neubaugebiet entstand - hatte die Gemeinde ihr Grundstück für die Kommunalgebäude genutzt. Wegen der darüber liegenden Hochspannungsleitung war nach damaligem Baurecht die Nutzung dieser Flächen für Wohngebäude ausgeschlossen. Diese Vorschrift besteht heute nicht mehr - daher sollen die Häuser zugunsten einer Wohnbebauung abegrissen werden.