Neues Jahr - neue Straßenbaustelle

Nittel · Die Bauaktivitäten in der Gemeinde Nittel gehen weiter: In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsgemeinderat den Restausbau der Wiesenstraße und den Ausbau des Pflanzgartens beschlossen. Außerdem soll dort ein Kommunikationsplatz angelegt werden.

Hier rollen 2014 die Bagger: Der untere Abschnitt der Nitteler Wiesenstraße beim Neubaugebiet. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Nittel. Im Ortskern und am südlichen Rand der Gemeinde Nittel bestimmen seit Monaten Baumaschinen das Bild. Gearbeitet wird in mehreren Straßenzügen am Kanal und an der Fahrbahn. Dazu kommt der Ausbau der Grundschule, mehrere private Baustellen und am Ortsrand das riesige Neubaugebiet "Wiesengrund" mit 110 Grundstücken. Außerdem wird am Rande dieses Areals ein Edeka-Supermarkt entstehen. Auch in den kommenden Jahren kehrt keine Ruhe ein, denn neue Projekte warten schon.
In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsgemeinderat einstimmig den Restausbau der Wiesenstraße sowie den Ausbau der Straße Im Pflanzgarten im Grundsatz beschlossen. Eine konkrete Planung liegt noch nicht vor.
Die Arbeiten auf der Wiesenstraße sind in zwei Abschnitten vorgesehen. Begonnen werden soll mit dem Ausbau des unteren Teils ab der Einmündung Wiesengraben bis zur B 419.
Wie Ortsbürgermeister Hans-Josef Wietor erklärt, dulden diese Arbeiten keinen Aufschub, sie müssten noch 2014 begonnen werden. Grund: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) plant eine Linksabbiegespur auf der B 419 zur Wiesenstraße. Die soll aber nach LBM-Angaben erst dann freigegeben werden, wenn die Wiesenstraße ordnungsgemäß ausgebaut ist. Der Beginn des zweiten Bauabschnitts zwischen den Einmündungen Wiesengrund und Schulstraße wird bis 2016 zurückgestellt.
Ebenfalls einstimmig folgte der Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Straße Im Pflanzgarten. Wie schon auf der Schulstraße werden die Investoren des Neubaugebiets auch im Pflanzgarten zunächst eine Wasserversorgungsleitung zu ihren Erschließungsflächen verlegen. Außerdem planen die Verbandsgemeindewerke Arbeiten am Kanalnetz.
Als Bindeglied zwischen Neubaugebiet und Altdorf ist am Bürgerhaus ein sogenannter Kommunikationsplatz mit Spiel- und Ruhemöglichkeiten vorgesehen. Ein Planungsauftrag an das Büro Sommer in Riol ist bereits erteilt worden.
Nun hatte der Rat über die Finanzierung zu entscheiden, die sich wie folgt gliedert: An den Gesamtkosten von rund 146 000 Euro beteiligt sich die Eigentümergemeinschaft des Baugebiets mit 50 000 Euro. Die Stiftung Zukunft des Kreises steuert 6000 Euro bei, aus dem Programm Leader plus sind 40 000 Euro zu erwarten, so dass der Gemeindeanteil noch rund 50 000 Euro beträgt. Einige Ratsmitglieder äußerten Bedenken wegen der möglichen Folgekosten (Unterhalt der Anlage). Dennoch stimmte der Rat mehrheitlich bei einer Gegenstimme dem Finanzierungsmodell zu.Extra

Die Gemeinde übernimmt auf Wunsch der katholischen Kirchengemeinde per einstimmigen Ratsbeschluss die Bauträgerschaft für die KitaSt. Martin. Dies bedeutet: Das ursprünglich gemeindeeigene Grundstück kehrt zurück in den Bestand der Gemeinde, und das von der Kirche darauf errichtete Kita-Gebäude geht ohne Kosten in Gemeindebesitz über. Die Betriebsträgerschaft bleibt zunächst bei der kirchlichen Kita GmbH, die damit weiter über Personal und Organisation der Einrichtung entscheidet. Der Rat behält sich allerdings vor, später auch diese Betriebsträgerschaft zu übernehmen - was aber auch mit der Übernahme aller Personalkosten verbunden wäre. Zunächst ist ein Informationsgespräch mit der Kita-GmbH-Geschäftsführung vorgesehen Als neues Ratmitglied verpflichtet wurde Ines Renke (Die Grünen). Sie übernimmt das Mandat von Doris Köbernik (Grüne), die wegen Wohnortswechsels den Rat verlassen musste. f.k.