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Gastronomie: Neues Kapitel im Schwarzen Kopf in Saarburg

Gastronomie : Neues Kapitel im Schwarzen Kopf in Saarburg

In dem geschichtsträchtigen Haus in der Graf-Siegfried-Straße in Saarburg hat nach Jahren wieder eine Gaststätte eröffnet. Ein Biergarten gehört dazu.

(Seit nicht ganz einer Woche ist wieder Leben im Schwarzen Kopf in der Saarburger Graf-Siegfreid-Straße. Das Ehepaar Norbert und Ricarda Feth hat im dortigen Keller das Wirtshaus mit Herz eröffnet. Es bietet Allgäuer Büble Bier an. Zu essen gibt es Hausmannkost wie Spießbraten mit Bratkartoffelchips, gefüllte Klöße und Haxen mit Sauerkraut.

<ir3>Die Wirtsleute, die zuvor die Waldschenke mit Herz, ein Ausflugslokal bei Bernkastel-Kues betrieben haben, haben das Saarburger Lokal innen renoviert und auch die Einrichtung erneuert. Sie sind mit dem kompletten vierköpfigen Team mit Koch und Servicemann von der Mittelmosel nach Saarburg umgezogen. Norbert Feth (60) sagt, er wolle das Lokal mit jeweils 50 Plätzen drinnen und  draußen noch einige Jahre betreiben, schließlich habe er auch einiges investiert. Sein Ziel formuliert er schlicht: die Besucher im Feierabend zufriedenzustellen. Freitagsabends soll Livemusik unterhalten sie unterhalten, Gitarrenmusik.

Restaurant zum Schwarzen Kopf, ab nun Wirtshaus mit Herz, Norbert und Foto: TV/Marion Maier

</ir3><ir4>Laut Marianne Braun (geborene Hackenberger), Besitzerin des Hauses, ist es etwa 15 Jahre her, dass es zuletzt ein Restaurant in dem historischen Gebäude gab. Geführt habe es ein Mann aus Fell, dem schließlich der tägliche Weg in den Heimatort zu weit gewesen sei. Danach hatte die Pfarrgemeinde Sankt Laurentius die ehemalige Gaststätte in den Kellerräumen für ein paar Jahre angemietet. Es folgte der Jazz-Club Trier, der sonntags immer wieder seine Jam-Session dort organisiert hat. Er ist Anfang des Jahres in das ehemalige Restaurant Alt Saarburg im Staden umgezogen.</ir4><ir5>Die Geschichte des  Renaissancebaus reicht zurück bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. In mehreren Jahrhunderten ist das Anwesen gewachsen und wurde schließlich Hotel zur Post genannt. Es bestand ursprünglich aus drei Flügeln, von denen einer abgerissen und der andere bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde. Laut der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier war die Gaststätte dort 1689/90 als „Hôtel de la tête noire“ (Hotel zum schwarzen Kopf) bekannt. Sie soll seit dem 17. Jahrhundert das bevorzugte Gasthaus der französischen Besatzer gewesen sein. Auch Kaiser Wilhelm II. soll es aufgesucht haben. Der französische Name, dessen Übersetzung auch heute verwendet wird, rührt her von dem „Kopfbild eines dunkelfarbigen Orientalen mit Turban“, wie es in der Datenbank der Kulturgüter heißt. Die Büste aus dem 17. Jahrhundert befindet sich über dem Portal des Haupteingangs.