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Neues Nutzungskonzept für Schwesternhaus

Neues Nutzungskonzept für Schwesternhaus

Nachdem die Schwestern vom Orden der Oblatinnen die Gemeinde Kell am See verlassen hatten, stand das Schwesternhaus gegenüber dem Kindergarten in der Trie rer Straße leer. Nun hat sich ein Mieter gefunden und auch für die Kirchengemeinde stehen Räumlichkeiten zur Verfügung.

Kell am See. "Wir sind froh, dass wir innerhalb relativ kurzer Zeit mit einem Keller Bürger, dem Architekten Frank Lempges, einen neuen Mieter für das Anwesen gefunden haben", sagt Pastor Thomas Linnartz. Das Haus befindet sich im Eigentum der Kirchengemeinde unter der Verantwortung des Verwaltungsrates. "Das Haus soll sich finanziell selbst tragen. Deshalb haben wir die obere Etage und einen Teil des Erdgeschosses an das Architektenbüro Lempges vermietet. Die restlichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss verbleiben im kirchlichen Besitz. Die Räte sollen sich dort treffen können, Gruppenstunden werden dort stattfinden."
Die Tradition des Hauses gehe bis in das Jahr 1847 zurück. "In diesem Jahr wurde das Haus erbaut", sagt Heimatforscher Dittmar Lauer. Es sei damals mit dem Ziel, eine Bürgermeisterei dort einzurichten, gebaut worden (siehe Extra). Die letzten 55 Jahre lebten die Schwestern vom Orden der Oblatinnen in dem nach ihnen benannten "Schwesternhaus", bis sie im vergangenen Jahr abberufen wurden (der TV berichtete). Derzeit werden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss für die weitere Verwendung durch die Kirchengemeinde hergerichtet. Abtrennungen werden eingezogen und die Räume bekommen ihren letzten Schliff.
Auch Ortsbürgermeister Markus Lehnen ist erfreut, dass es mit einer Nachvermietung so schnell geklappt hat. "Nach dem bedauerlichen Weggang der Schwestern Oblatinnen konnte das sogenannte Schwesternhaus wieder mit Leben gefüllt werden. Außerdem steht es der Ortsgemeinde auch ausgesprochen gut, ein neues großräumiges Architekturbüro innerhalb der Ortslage zu bekommen." hm
Extra

Als Bürgermeister Nikolaus Schneider 1842 sein Amt antrat, nahm er zunächst seinen Wohnsitz in Schillingen als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des von ihm geplanten Neubaues in Kell. Die Schillinger ließen ihren Bürgermeister allerdings nur ziehen unter der Zusage, sein künftiges Wohn- und Bürohaus in Nähe zu Schillingen zu errichten. Aus diesem Grunde wurde der Neubau außerhalb der Keller Ortslage gebaut und war das erste Haus, das man von Schillingen kommend erreichte. hm