Neujahrsempfang der Stadt Hermeskeil: Gut gerüstet für 2018

Gesellschaft : Für 2018 gerüstet – mit Eisretter und festen Zielen

Die Stadt Hermeskeil hat mit etwa 300 Gästen ihren Neujahrsempfang in der Hochwaldhalle gefeiert. Dabei spielte die Feuerwehr eine tragende Rolle. Der Stadtchef nennt viele Aufgaben für 2018. Ein kommunalpolitisches Thema beschäftigt ihn allerdings ganz besonders.

Der persönliche Handschlag des Stadtbürgermeisters gehört beim Neujahrsempfang in Hermeskeil ebenso dazu wie der Auftritt der Stadtkapelle. Neu war diesmal, dass Stadtchef Mathias Queck (CDU) seine etwa 300 Gäste als „Hausherr“ in der Hochwaldhalle begrüßte. Denn es gibt eine Lösung für den Dauerstreit zwischen Stadt und Verbandsgemeinde, der sich um die Kostenaufteilung für die Halle drehte. Seit dem 1. Januar ist die Stadt alleinige Eigentümerin der Hochwaldhalle, die Verbandsgemeinde dafür Besitzerin der Tiefgarage am Rathaus.

„Wir haben uns etwas geziert“, sagte Queck. „Aber so einfach wollten wir uns die Halle nicht schenken lassen.“ Dass man an diesem Abend so viele Uniformträger sehe, liege allerdings nicht am „neuen Sicherheitskonzept der Stadt“, scherzte Queck. Sondern vielmehr am Partner des Empfangs. Denn für 2018 hatte sich die Stadt ihre freiwillige Feuerwehr als Mitgastgeber gewählt. Deren insgesamt 100 Mitglieder leisteten „freiwillig und ehrenamtlich“ Hilfe im Notfall: „Das ist besondere Anerkennung wert.“

Wie die Wehrleute ausgestattet sind, zeigten sie den Gästen besonders anschaulich. Wehrführer Florian Kann sprach von 165 Einsätzen im Vorjahr und moderierte damit einen Imagefilm an, der einen Löscheinsatz ab dem Moment der Alarmierung dokumentiert. Anschließend traten Jugendwehr-Mitglieder auf die Bühne, die Atemschutzmasken, Hilfsgeräte wie Motorsägen und silberne Ganzkörper-Feuerschutzanzüge vorführten. Ein Trupp kam sogar im Eisretter auf die Bühne gepaddelt. Dieses Gefährt kann dabei helfen, Menschen aus Seen zu bergen. Die Wehr nutzte ihren Auftritt außerdem, um eine besondere Auszeichnung an einen Bürger zu vergeben.

Was war 2017? Was wird 2018 angepackt? Darauf ging der Stadtchef in seiner Ansprache ein. Als besonders bewegenden Moment nannte er das Willkommensfest im September für die drei neuen Schwestern im Hermeskeiler Kloster. Nach dem Auszug der Franziskaner-Patres bilden sie inzwischen eine neue interfranziskanische Ordensgemeinschaft: „Es freut mich sehr, dass so klösterliches Leben in Hermeskeil erhalten bleibt.“ Die Verkehrsteilnehmer lobte Queck für ihre Geduld mit der Großbaustelle Koblenzer Straße und bat darum, diese beizubehalten, wenn es im Frühjahr mit der Saarstraße weitergehe. Zwei Großprojekte stünden „ganz oben auf der Agenda“: Die Ansiedlung des Drogeriemarkts am Dörrenbach sei auf einem guten Weg. Und die Stadt habe beste Aussichten für die Aufnahme in ein Städtebau-Förderprogramm. Das bedeute zehn Jahre lang Zuschüsse in Millionenhöhe – für die Neugestaltung von Donatusplatz und Neuem Markt.„Ich lade alle Bürger ein, sich mit Ideen einzubringen.“

Im Schlauchboot paddeln Mitglieder der Jugendfeuerwehr Hermeskeil auf die Bühne der Hochwaldhalle. Beim Neujahrsempfang der Stadt demonstrieren sie am Freitagabend, wie die Wehr für alle denkbaren Notfälle ausgestattet ist. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber
Wohin geht die Reise 2018? Stadtchef Mathias Queck bei seiner Rede. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber
Die Stadtkapelle Hermeskeil legt sich für die etwa 300 Gäste in der Hochwaldhalle musikalisch ins Zeug. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

Ein „großes Thema“ bleibe die Kommunalreform. Hier appellierte Queck an den anwesenden Landtagsabgeordneten Bernhard Henter (CDU), beim Land auf eine Lösung für die Aufteilung der Gemeinden der VG Thalfang zu drängen. „Die Hängepartie ist untragbar.“ Er erwarte baldmöglichst eine Lösung, die Hermeskeil „finanziell nicht überfordert“.

Mehr von Volksfreund