Neun Gitarren, eine Orgel

Schüler und Lehrer der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich bilden das Gitarren- Ensemble Allegristas. In einem besonderen Konzert traten sie in der Damfloser Kapelle mit ihren Instrumenten in einen Dialog mit der Kirchenorgel. Es entstanden sehr zarte, aber auch abwechslungsreiche Klänge.

Damflos. Für das Konzert in der kleinen Damfloser Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer hat sich der Leiter des Gitarren-Ensembles Allegristas, Martin Waxweiler, etwas Besonderes ausgedacht. Die Sonate Nr. 1 von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) und Farewell to Stromness von Peter Maxwell Davies (*1934) wurden von ihm auf das Ensemble umgearbeitet.
Werke aus Barock und Moderne


Auf Einladung des Fördervereins Kirchenmusik in der Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil kamen die Zuhörer zu einem ungewöhnlichen Klanggenuss.
Die dargebotenen Gitarrenwerke, die sich vom Barock bis in die Moderne erstreckten, traten immer wieder in Dialog mit Dekanatskantor Rafael Klar an der Orgel - ein besonderes musikalisches Zwiegespräch.
"Die Gitarre ist sonst meist das Begleitinstrument bei Liedern", erklärt Klar. Hier werde gezeigt, dass es auch tragende Instrumente sein können, die bei südamerikanischen Kompositionen zu viel Rhythmus fähig sind.
Das Ensemble aus Lehrern, Schülern und Freunden der Kreismusikschule Bernkastel-Wittlich ist das Aushängeschild dieser Einrichtung. Seit 1997 wird in jedem Jahr ein komplettes Repertoire erarbeitet.
Mit 50 Zuhörern war das kleine Gotteshaus bereits voll besetzt. "Die Atmosphäre ist dichter als in einer großen Kirche", freut sich deshalb Organist Klar.
Gitarren und Orgel waren höchstens 20 Meter voneinander entfernt. Kein Klang verlor sich in den riesigen Weiten eines großen Kirchenschiffs, auch nicht, als die Gitarren extrem leise, ja fast unhörbar wurden.
Sitzplatzwechsel von Yannis Arck, Jonathan Scheid, Felix Wurzer, Anne Mergen, Birgit Traut, Georg Hennes, Alfons Kappes und Martin Waxweiler erzeugte immer wieder neue Klangnuancen, denn jede Gitarre klingt anders.
Es entstanden musikalische Momente der Stille.
"Das ist ganz fantastisch, ein hochkarätiges Ensemble, das sehr abwechslungsreich spielt", freute sich am Schluss Zuhörerin Marlies Biehl aus Züsch.
Als Zugabe brillierte Organist Klar als Bassist mit dem sehr bekannten Lied: Der Mai ist gekommen.

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