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Nicht die Köpfe hängen gelassen

Nicht die Köpfe hängen gelassen

Das Freilichtmuseum Roscheider Hof hat am Sonntag das Rosenblütenfest gefeiert. Trotz des verregneten Tages kamen viele Besucher, die in die Pflanzenvielfalt aus Rosen und Heilkräutern eintauchen wollten - wenn auch nicht so viele wie erwartet.

Konz-Roscheid. (sis) Der Regen steht auf Bänken und Tischen. Der Himmel ist grau, und Wassertropfen fallen von den Blättern. Dazwischen glänzt ein Farbenspiel aus großen roten, gelben, weißen und rosa Blüten. Das nasse Wetter hat den Besucheransturm auf den Rosenblütengarten des Freilichtmuseums Roscheider Hof abgeschwächt, trotzdem kamen am Wochenende viele begeisterte Besucher.

Auch die 22-köpfige Big Band des Gymnasiums Konz konnte nicht die geplanten zwei Stunden durchspielen, sondern musste nach nur einem Stück im Freien die Musikinstrumente einpacken. Big-Band-Leiter und Musiklehrer Till Krüger beschloss den Abbruch des Konzerts, aber vertröstete auf den Auftritt beim Rosenblütenfest im kommenden Jahr.

700 Rosen betören mit ihrem Duft



Trotz des schlechten Wetters kamen am Sonntag etwa 500 Besucher, die durch Riechen und Tasten den Rosengarten im Biedermeierstil, den historischen Heilkräutergarten und die Bauerngärten erlebten. Über 700 Rosen, 30 verschiedene Sorten und 100 Pflanzenarten im Heilkräutergarten lockten sie trotz des teils strömenden Regens.

Bei der Gründung des Museums wurden die vom damaligen Hofgut bewirtschafteten Rosengärten übernommen und im Biedermeierstil umgestaltet. Das Rosenblütenfest bildet für das Freilichtmuseum Roscheider Hof den Auftakt zu den Außenaktionstagen im Sommer wie den Kindertagen, dem Museums-Open-Air, dem Bauern- und Handwerkertag und dem Aktionswochenende "Lebendige Vergangenheit". Auch wenn trotz der erwarteten 800 Gäste nur 500 kamen, zeigte sich der Vorsitzende Hermann Kramp diplomatisch: "Unsere Arbeit ist immer mit einem Risiko wie dem Wetter verbunden, aber es war uns wichtig, wieder einmal die komplette Gartenanlage in den Blickpunkt zu rücken." Die Besucher waren jedenfalls begeistert: "Schön ist es hier. Die Anlage und die Idee von Sitzgelegenheiten inmitten von Rosen sind bezaubernd", sagte Alfred Mußmann.