Nicht immer geht es gerecht zu

Viel Lob für ihre Arbeit erntete die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Anne Hennen, im Kreisausschuss. Zuvor hatte sie den Fraktionen ihren Tätigkeitsbericht der Jahre 2009/2010 vorgestellt und Fragen beantwortet.

Trier. Vieles habe sich zum Besseren gewendet, aber auf vielen Gebieten sei die Geschlechtergerechtigkeit noch nicht verwirklicht, sagte Gleichstellungsbeauftragte Anne Hennen bei der Vorstellung ihres Jahresberichts im Kreisausschuss. Zu den Problemfeldern zählten die ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern im Arbeitsleben sowie der geringe Frauenanteil in Führungspositionen und in der Kommunalpolitik. Die vielen Mini-Jobs erhöhten das Risiko von Altersarmut, sagte die Gleichstellungsbeauftragte. Insbesondere seien Frauen betroffen, was man an der gestiegenen Zahl von Grundsicherungsempfängerinnen sehen könne. Auch im kommenden Jahr will Anne Hennen ihren Schwerpunkt auf "Bildung und Bewusstseinsförderung von Mädchen und Frauen" lenken. Die Gleichstellungsbeauftragte möchte diese "begleiten, stärken und motivieren, ihre Rechte einzufordern und die eigene Existenz zu sichern". Sprecher von CDU, SPD, FWG und Grünen würdigten die Leistung Hennens und sagten ihr Unterstützung im kommenden Jahr zu. alf