Nittel rüstet für die Zukunft

Die Kindertagesstätte "St. Martin" Nittel rüstet für die Zukunft - unter anderem, um bis zu zehn "Null- bis Dreijährigen" einer künftigen Krippengruppe jene angemessene Betreuung zukommen zu lassen, welche das Gesetz ihnen verspricht.

Nittel. (kdj) Noch betreut die Kita "St. Martin" Nittel vier Gruppen, rechnet aber für die Zukunft mit weiterem Zuspruch. Die Einrichtung einer weiteren Gruppe wird fällig. Der Grund: Viele Eltern wohnen in Nittel, arbeiten aber in Luxemburg und nehmen die angebotene Ganztagsbetreuung gern an. Bis zu 100 Kinder können aufgenommen werden; mit 80 bis 90 Kindern wird für das kommende Jahr gerechnet, erwartet wird, dass rund 45 von ihnen mittags verpflegt werden müssen.

Die vom Gesetz vorgeschriebene Krippenbetreuung der Kleinsten erfordert ebenfalls die Einrichtung weiterer Räume. Allein für die Krippengruppe sind mindestens drei Räume erforderlich: Das Betreuungskonzept verlangt je einen Gruppen-, Ruhe- sowie Förderraum -und auch einen neuen Personalraum. All das lässt sich mit dem derzeitigen Platzangebot, vor allem auch im Hinblick auf notwendige Restaurierungsarbeiten, nicht realisieren. Weil auch im Bereich der Außenanlagen Ausgaben fällig werden, entschloss die Kirchengemeinde sich zu einer finanziellen Kraftanstrengung. Als Trägerin der Einrichtung will sie für die Sanierungs-, Um- und Erweiterungsarbeiten rund 786 000 Euro ausgeben, die zum größten Teil durch Zuschüsse finanziert werden. Der Gesamtzuschuss der Ortsgemeinden Nittel und Onsdorf (116 145,50 Euro) wird den anteiligen Belegungszahlen entsprechend 108 015,32 Euro (= 93 Prozent) für Nittel und 8130,18 Euro (= sieben Prozent) für Onsdorf betragen. Für Ortsbürgermeister Hans-Josef Wietor in der jüngsten Sitzung Anlass zu einem Stoßseufzer: "Wenn solche Gesetze (Kleinstkinderbetreuung) gemacht werden, soll man sich auch Gedanken darüber machen, wie sie bezahlt werden können." Der Rat akzeptierte die Übernahme des beantragten Zuschusses ohne Widerspruch. Die Aufwendungen für den Bereich Kita erscheinen gering im Verhältnis zum größten Ausgabenposten: 3 500 000 Euro für den Grunderwerb für die Neubaugebiete Wiesengraben und Kleingewännchen. Aber die Aufwendungen kommen wieder herein: durch den Verkauf der Baugrundstücke.

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