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Nittel, Wellen und Machtum bekommen geologischen Lehrpfad

Nittel, Wellen und Machtum bekommen geologischen Lehrpfad

Nittel, Wellen und das luxemburgische Machtum liegen bald an einem geologischen Lehrpfad. Infotafeln sollen bald über die Besonderheiten der Landschaft informieren. Etwa 3500 Euro wird das kosten.

Nittel. Nittel bekommt ein weiteres Mosaiksteinchen, um die touristische Infrastruktur zu verbessern. Gemeinsam mit der Ortsgemeinde Wellen und dem luxemburgischen Machtum wird ein "Geologischer Lehrpfad" eingerichtet.
Für knapp 3500 Euro werden neun Tafeln mit Informationen zu den geologischen Besonderheiten des Mosellaufs zwischen Nittel, Machtum und Wellen aufgestellt. "Das wird sogar günstiger als kalkuliert", freut sich Nittels Ortsbürgermeister Hans-Josef Wietor, einer der Initiatoren des Projekts. Machtum bekommt ebenfalls einige Tafeln, so dass zukünftige Wanderer auf dem Lehrpfad auf beiden Seiten der Mosel die Besonderheiten der Landschaft erläutert bekommen. Man erfährt etwa, wie der Muschelkalk als vorherrschender Boden entstanden ist, dass sich Mammuts in der Gegend wohl gefühlt haben oder dass die Mosel hinter Nittel möglicherweise einen Wasserfall hinunterstürzte.
Aber auch von Menschen verursachte Veränderungen in der Landschaft wie zum Beispiel die Bergrutsche in Nittel und Machtum (Deisermühle), die durch die Kanalisierung der Mosel in den Sechzigerjahren ausgelöst wurden, finden ihre Berücksichtigung.
In wenigen Tagen legen die Projektbeteiligten aus Wellen, Machtum und Nittel fest, wann der Geologische Lehrpfad eröffnet werden kann. Auf deutscher Seite führt der Pfad vom Felsenweg beim Nitteler Windhof hin zum Plateau oberhalb der Mosel zwischen Nittel und Wellen und dann hinunter an die Mosel zum Eingang zum Nitteler Bahntunnel. Etwa eine Stunde wird man für die Strecke brauchen.
Der Ortsgemeinderat Nittel hatte "leicht verdauliche" Themen auf der Tagesordnung. Nachdem im Neubaugebiet Wiesengraben mittlerweile die Bagger rollen und damit jahrelange heftige Diskussionen im Rat beendet wurden, herrschte diesmal große Einmütigkeit.
Neben der Stellungnahme zur geplanten Erweiterung des Kalksteinabbaus der Wellener TKDZ (der TV berichtete) wurden die Erhöhung des Sachkostenzuschusses für den Kindergarten um 415,70 Euro auf nunmehr 11 315,70 Euro einstimmig genehmigt und die Kriterien zum Abschluss eines neuen Stromkonzessionsvertrages verabschiedet.
Das bedeutet, dass bei zukünftigen Stromlieferanten insbesondere auf die Netzsicherheit, die effiziente, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom zu achten ist.jbo