Nitteler Ortsgemeinderat: Das Pfarrhaus wird zur Kindertagesstätte

Nittel · Der Ortsgemeinderat Nittel hat Weichen für die Zukunft gestellt: Das ehemalige Pfarrhaus soll eine Außenstelle des Kindergartens werden. Für den ehemaligen Minigolfplatz ist eine Nutzung als Parkplatz und als Kulturstätte mit einer kleinen Bühne vorgesehen.

 Das Pfarrhaus, ältestes Gebäude in Nittel und denkmalgeschützt, soll zur Außenstelle des Kindergartens umgebaut werden. TV-Foto: Jürgen Boie

Das Pfarrhaus, ältestes Gebäude in Nittel und denkmalgeschützt, soll zur Außenstelle des Kindergartens umgebaut werden. TV-Foto: Jürgen Boie

Foto: Jürgen Boie (jbo) ("TV-Upload Boie"

Nittel. Der Kindergarten in Nittel ist trotz mehrmaliger Aus- und Umbauten schon wieder zu klein geworden. Für zwei Gruppen mit Vorschulkindern soll daher baldmöglichst eine Außenstelle des Kindergartens im ehemaligen Pfarrhaus eingerichtet werden.
Die Kosten dafür liegen zurzeit bei fast 850 000 Euro, von denen 550 000 Euro Fördermittel sind. Den Rest muss und will die Gemeinde Nittel schultern. Tobias Beck, Gemeinderatsmitglied der UBN, sagte: "Das Pfarrhaus als ältestes Gebäude in Nittel sollte unbedingt erhalten bleiben."
Die Aufnahme der bei der Gemeinde verbleibenden 300 000 Euro in den Haushaltsplan 2017/18 ist aber noch nicht alles. Die Essenszubereitung und die Frage der personellen Verantwortlichkeit sind noch ungeklärt. Joachim Weber, erster Beigeordneter der VG Konz: "Zurzeit wird eine zusätzliche Leitungskraft vorgeschrieben, wenn der Kita-Betrieb auf einen zweiten Standort ausgedehnt wird. Wir bemühen uns zurzeit darum, dass diese Vorschrift in Nittel nicht angewendet werden muss."Essen nicht aus Großküche


Problematisch ist auch, dass das Mittagessen nicht aus einer Großküche wie zum Beispiel die des Krankenhauses Saarburg angeliefert werden kann. "Für Kindergärten gelten spezielle Ernährungsvorschriften", erläutert Weber. Der Einbau einer vollständig ausgerüsteten Küche wäre aber enorm teuer (rund 130 000 Euro). Geplant wird jetzt erst einmal, eine sogenannte Kombiküche für rund 15 000 Euro einzurichten und das Essen von der Küche der Kita im Stolzenwingert zubereiten zu lassen.
Noch gar nicht in der aktuellen Kalkulation berücksichtigt ist der Einbau einer Lüftungsanlage für knapp 50 000 Euro. Das denkmalgeschützte Gebäude ist nicht gut isoliert, daher drohen Probleme mit der Feuchtigkeit, die so gelöst werden könnten.
Viel Zustimmung fand der Plan der Vereinigung UBN, den ehemaligen Minigolfplatz Gartenweg Ecke Im Pflanzgarten in einen Parkplatz und eine kleine Dorfmitte mit einer Bühne, Sitzbänken und eventuell einem Brunnen oder einem fest installierten Weinstand umzuwandeln.
Selbst anpacken geplant
Erste Kostenschätzungen gehen von rund 450 000 Euro aus. "Wir möchten die Kosten durch Eigenleistungen reduzieren", führte Tobias Beck aus. Dem Wunsch, die Kosten durch die "wiederkehrenden Beiträge" bei den Bürgern einzusammeln, erteilte Beigeordneter Weber eine Absage: "Freiwillige Leistungen der Gemeinde sind nicht umlagefähig." jbo

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