Noch besser bei Feuer gerüstet

SAARBURG. Die Freiwillige Feuerwehr Taben-Rodt wird eine Jugendfeuerwehr einrichten. Einer entsprechenden Anfrage stimmte der Haupt- und Finanzausschuss des Verbandsgemeinderates Saarburg in seiner Sitzung am Dienstagabend zu. Außerdem müssen die Jagdgenossenschaften künftig höhere Gebühren für die von der Verbandsgemeindeverwaltung geführten Geschäfte zahlen.

Die Freiwillige Feuerwehr Taben-Rodt hatte in einem Schreiben an die Verbandsgemeindeverwaltung Ende März beantragt, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Personalstärke und Altersstruktur machten es notwendig, "Zug um Zug Jugendliche in den Dienst für die Allgemeinheit heranzuführen", lautete die Argumentation. Jugendliche ab zehn Jahren können aufgenommen werden. Die Kosten für die Ausstattung beliefen sich auf rund 100 Euro pro Mitglied. Etwa zehn bis zwölf Jugendliche würden in die neue Wehr aufgenommen werden, schätzt die Verbandsgemeinde. Somit fielen Erst-Ausstattungskosten von rund 1000 bis 1200 Euro an. "Der Kreisjugendfeuerwehr-Verband hat erst kürzlich über rückläufige Zahlen bei den Nachwuchs-Organisationen berichtet", sagte Günther Schartz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg. "Deshalb sollten wir den Antrag auf jeden Fall unterstützen." Das taten die Vertreter des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig. Ebenso beschloss der Ausschuss die Anhebung der Kostenbeiträge, die die Jagdgenossenschaften dafür zahlen, dass die Verbandsgemeindeverwaltung die Verwaltungsgeschäfte der Genossenschaften führt. Von den 23 Jagdgenossenschaften im VG-Bezirk haben 19 die Verwaltung ihrer Angelegenheiten auf die jeweiligen Ortsgemeinden oder auf die Stadt Saarburg übertragen. Für die wiederum führt die Verbandsgemeindeverwaltung die Verwaltungsgeschäfte. Lediglich die Gemeinden Kastel-Staadt, Schoden, Palzem und Ockfen verwalten selbst die Pachterlöse oder wickeln Verträge ab. Schodens Ortsbürgermeister und Ausschuss-Mitglied Leo Lauer berichtete, die Gemeinde koste die jährliche Prüfung etwa 300 Euro. Seit 1996 müsse die VG nach kommunalaufsichtlicher Anordnung bei den übrigen 19 Genossenschaften Gebühren erheben, erläuterte Schartz. "Wir müssen die nun wegen des Aufwandes anpassen", erklärte Schartz. Gleichzeitig gab er zu bedenken: "Wir sollten mal darüber sprechen, ob diese Aufgabe eigentlich noch bei uns richtig angesiedelt ist." Franz-Josef Neises, Ortsbürgermeister von Serrig, fragte: "Wäre es denkbar, diese Aufgabe der Forstverwaltung zu übertragen?" Darauf antwortete Schartz: "Der Hinweis ist gut. Das sollten wir prüfen." Erhöht werden die Beiträge je Jagdgenossenschaft um 50 auf 250 Euro, pro Jagdbezirk um 25 auf 125 Euro und je Hektar Jagdbezirksfläche um 0,05 Euro auf 0,35 Euro.