Noch etwas Asphalt und fertig

Lange mussten sich die Anwohner des Schodener Neubaugebiets "Über Gründlich/Im Hollenter" mit provisorischen Straßen begnügen. Damit ist demnächst Schluss. Mit dem Einbau der Asphaltdecke, der heute beginnt, soll der seit August laufende Straßenendausbau in die letzte Phase gehen.

Schoden. Vor allem dem zeitweise ungünstigen Wetter ist es laut Ortsbürgermeister Martin Wagner zu "verdanken", dass der Endausbau, der ursprünglich nur bis März hatte gehen sollen, noch immer nicht über die Bühne ist. Diejenigen, die im Neubaugebiet "Über Gründlich/Im Hollenter" wohnen, dürften die Verzögerung aber eher locker sehen. Immerhin mussten sie fast ein Jahrzehnt mit provisorischen Straßen leben. Nun soll die noch fehlende Asphaltdecke eingebaut werden und damit der seit August laufende Straßenendausbau in die Schlussphase gehen. Die Arbeiten sollen heute starten und bis einschließlich Donnerstag dauern. In dieser Zeit sollen die Straßen "Auf Heddert", "Über Gründlich", "Im Hollenter" und "Steinrausch" laut Wagner nur eingeschränkt mit dem Auto befahrbar sein. Parkgelegenheiten stehen am Sportplatz zur Verfügung.

Rückblick: Ende der 1990er Jahre begann die Gemeinde Schoden mit der Planung des Baugebiets. Insgesamt 72 Grundstücke wurden später erschlossen. "Die ersten Häuser entstanden im Jahr 2000", erinnert sich Orts-Chef Wagner. Erst im vergangenen Jahr beschloss die Gemeinde, den rund 600 000 Euro teuren Endausbau, den die Anwohner zu 90 Prozent tragen müssen, anzugehen. "Es hat deshalb so lange mit dem Ausbau gedauert, weil wir warten wollten, bis mindestens die Hälfte der Grundstücke bebaut ist. So sollten Schäden an den neuen Straßen durch Baufahrzeuge verhindert werden", erklärt Wagner. Außerdem habe man die Anwohner, die ja erst neu gebaut hatten, finanziell nicht zu stark belasten wollen.

Bodenwellen abgelehnt



2007 geriet Schodens Baugebiet in die Schlagzeilen, weil dort nach Ansicht der Anwohner zu schnell gefahren wurde (der TV berichtete). Geschwindigkeitsmessungen durch die Gemeinde lieferten die Bestätigung. Vor diesem Hintergrund kamen laut Martin Wagner auch im Zusammenhang mit dem Endausbau Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ins Gespräch - darunter Bodenwellen, "die aber von den Anwohnern wegen der zu erwartenden Lärmentwicklung und auch von fachlicher Seite her abgelehnt wurden". Eine verkehrsberuhigende Wirkung verspricht sich die Gemeinde nun unter anderem von Vegetationszonen im Bereich der Fahrbahnränder. Laut Wagner ist die Raser-Debatte inzwischen "abgeflaut". Ein Anwohner, der nicht genannt werden will, berichtet gegenüber dem TV: "Es wird wieder umsichtiger gefahren."