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Noch wenig Andrang bei neuer Fieberambulanz in Hermeskeil

Zwei Tage nach Eröffnung : Noch wenig Andrang bei neuer Fieberambulanz in Hermeskeil

In der Corona-Teststelle in Hermeskeil haben sich seit deren Eröffnung am Dienstag neun Menschen untersuchen lassen. Das Ärzteteam richtet trotz des bislang geringen Patientenaufkommens einen Appell an Kollegen.

In einer Halle der Berufsbildenden Geschwister-Scholl-Schule in Hermeskeil können sich seit Dienstag Menschen testen lassen, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Damit gibt es nun auch im Hochwald eine Corona-Fieberambulanz, wie sie in Trier-Ehrang und Saarburg schon seit einiger Zeit in Betrieb ist (siehe Info). Der ganz große Ansturm in Hermeskeil blieb jedoch laut dem dort tätigen Ärzteteam um Dr. Nicole Nothardt in den ersten zwei Tagen aus.

„Am Dienstag waren fünf Menschen hier, die alle getestet wurden“, teilt Nicole Nothardt auf TV-Nachfrage mit. Am Mittwoch seien bis zum Nachmittag noch einmal vier Personen untersucht worden. Bei drei von ihnen habe das Team einen Abstrich gemacht, der nun im Labor analysiert werde.

Untersucht wird in der Fieberambulanz an der Borwiesenstraße, unterhalb des Schulzentrums, von Montag bis Freitag. Dabei gehen die Ärzte nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts vor. Das bedeutet, dass nur diejenigen Menschen auch auf das Virus getestet werden, die Symptome zeigen oder in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatten und zugleich Symptome zeigen. Als Voraussetzung für die Testung müssen die Patienten lediglich ihre Versichertenkarte mitbringen. Bei einem positiven Testergebnis meldet sich das Gesundheitsamt bei den Betroffenen. Ist das Ergebnis negativ, informiert das Ambulanzteam. Die Rückmeldungen des Ärzteteams zum Start der Hermeskeiler Fieber­ambulanz sei positiv, erklärt die Kreisverwaltung Trier-Saarburg gestern Nachmittag auf eine TV-Anfrage. Die Ärzte seien sowohl mit dem Ablauf als auch mit dem vorhandenen Material vor Ort zufrieden. Die Ausrüstung mit Schutzmasken und medizinischem Gerät hat das Referat Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung, teilweise unterstützt vom Kreiskrankenhaus in Saarburg, bereitgestellt. Auch die technische Ausstattung erfolgte durch den Kreis, der dabei vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt wurde.

In der Fieberambulanz engagieren sich insgesamt sechs niedergelassene Ärzte aus dem Raum Hermeskeil. Trotz des bislang geringen Testaufkommens bittet Nicole Nothardt darum, dass sich noch weitere Ärzte und auch Arzthelfer für den Einsatz in der Hermeskeiler Teststelle melden. „Sie könnten das Team im Bedarfsfall unterstützen. Bei steigenden Patientenzahlen wäre eine Aufstockung des Personals sehr hilfreich.“

Wer sich in der Hermeskeiler Fieberambulanz auf das Coronavirus testen lassen möchte, kann das zu folgenden Zeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr, dienstags zusätzlich von 15 bis 18 Uhr. Am Mittwoch und Freitag öffnet die Ambulanz von 13 bis 16 Uhr.