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Nur Lob für 30 Jahre Jugendarbeit

Nur Lob für 30 Jahre Jugendarbeit

Mit einem Fest für Kinder, Jugendliche und (Ehren-) Gäste feierte das Konzer Haus der Jugend am Wochenende sein 30-jähriges Bestehen.

Konz. "Highlife" in allen Räumen und vor und hinter dem Haus der Jugend (HdJ): 30 Jahre Existenz und Präsenz waren zu feiern - und dabei hatten selbst die an der Gründung der seit langem zum festen Bestandteil der Jugendarbeit gehörenden Institution Beteiligten dem Projekt kaum mehr als drei Jahre gegeben.Eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen, mittlerweile erwachsen gewordenen früheren Dauergästen, an der Gründung des HdJ Beteiligten, aktiv mit der Jugendarbeit Befassten und Kommunal-, Regional- und Landespolitiker hatten sich an der Wiltinger Straße eingefunden. Während auf der kleinen, grünen Freifläche hinter dem Haus Bilanzen gezogen und Ausblicke in die künftige Jugendarbeit eröffnet wurden, taten Kinder und Jugendliche auf den zu Spielflächen hergerichteten Parkflächen vor dem Haus das ihrem Alter Angemessene: Wo sonst einer der beiden für die bis nach Belgien reichende Jugendarbeit hergerichteten Siebeneinhalbtonner in seinen seltenen Ruhepausen parkt, gab es ein Soccer-Turnier. Wo normalerweise das andere Jugendmobil neben dem HdJ abgestellt wird, wurden an einer langen Theke Bratwurst und Pommes serviert, und auf dem zweiten Parkplatz vor dem Haus ging es im ursprünglichen Wortsinn "hoch her". Dort lud die mobile Kletterwand zum Aufstieg ein, und wer sich nicht an der Wand versuchen wollte, dem bot das ebenso mobile Hüpf-Bungee unterhaltsames Auf und Ab.

Walfried Heinz, längst seinen (Un-)Ruhestand genießender früherer Konzer Beigeordneter und seit langen Jahren Vorsitzender des Trägervereins, umriss in seiner Ansprache die drei Jahrzehnte währende Entwicklung des HdJ zur heute weit gespannten Jugendeinrichtung. Er erinnerte daran, dass sich das Haus der Jugend in der zweiten Hälfte seines Bestehens den gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst habe, und hob hervor, dass ein beachtlicher Teil der Finanzierungsmittel durch Eigeninitiative erwirtschaftet werde.

Besonders anerkennende Worte fand er für Dietmar Grundheber, den pädagogischen Leiter und Geschäftsführer der Jugendeinrichtung für die intensive Weiterentwicklung des ursprünglich mit einigem Argwohn beobachteten Projekts. Dankesworte richtete Heinz auch an alle Mitarbeiter der Jugendeinrichtung, vor allem an Klaus Kinzig, der sich nach 28-jähriger Zugehörigkeit zum HdJ in den Vorruhestand verabschiedete und von "seinen" Jugendlichen mit Geschenken bedacht wurde.

Wie wichtig die im Bereich des HdJ geleistete Jugendarbeit ist, unterstrich Heinz mit einem Zahlenbeispiel: "Ein einziger Heimfall kostet so viel wie eine hauptamtliche Kraft in der Jugendpflege."

Erster VG-Beigeordneter Karl-Heinz Frieden, der Bürgermeister Winfried Manns vertrat, beschrieb die den geänderten Erfordernissen angepasste Jugendarbeit der Einrichtung und lobte das gelungene Kostenmanagement: Das Jugendnetzwerk rund um das HdJ erwirtschaftet rund die Hälfte seines Budgets - 255 000 Euro - aus eigenen Einnahmen.

Auch CDU-Landtagsabgeordneter Dieter Schmitt aus Fisch fand in seiner Ansprache nur lobende Worte für die Jugend-Einrichtung und betonte als Ziel: "Wir wollen der familien- und kinderfreundlichste Kreis werden!"