Nutzer der Reinsfelder Kulturhalle müssen künftig mehr bezahlen

Nutzer der Reinsfelder Kulturhalle müssen künftig mehr bezahlen

Die Heizungs- und Belüftungsanlage der Reinsfelder Kulturhalle ist defekt und muss für etwa 13 000 Euro erneuert werden. Aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat entschieden, dass Vereine und sonstige Nutzer etwas mehr für ihre Veranstaltungen in der Halle bezahlen müssen.

Die kommunale Finanzaufsicht bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat laut Ortsbürgermeister Rainer Spies schon mehrfach angemahnt, dass die Reinsfelder über eine Gebührenerhöhung für die Nutzung ihrer Kulturhalle nachdenken sollten. Nun haben sich die Ratsmitglieder dazu entschlossen, dieser Forderung nachzukommen. "Es kommen jetzt Investitionen auf uns zu, die uns quasi auch dazu zwingen", erklärte Spies in der jüngsten Sitzung des Ortsgremiums.

Der Rat votierte dafür, sämtliche Nutzungsgebühren um zehn Prozent anzuheben. Ein Verein, der bislang 200 Euro gezahlt habe, müsse künftig 220 Euro aufwenden, rechnete der Ortsbürgermeister vor. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Anschaffung einer neuer Regelungsanlage, die Heizung und Lüftungssystem in der Halle reguliert. Die jetzige Anlage sei "in die Jahre gekommen und außerdem defekt", sagte Spies. "Da ist definitiv nichts mehr zu reparieren." Die neue Anlage koste rund 13 000 Euro. Die Investition müsse nun sein und rechtfertige auch, dass man die Nutzungsgebühren "moderat" anhebe. "Wir können alle froh sein, dass wir diese Halle haben und auch unterhalten können", stellte der Ortsbürgermeister fest.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die künftige Nutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Ex-Hochwaldkaserne, der zum Teil auf Reinsfelder Gebiet liegt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hatte im März nach langem Hin und Her grünes Licht für den Verkauf der Flächen an die Ortsgemeinde gegeben. Bei einem Ortstermin des Bauausschusses wurde nun überlegt, was aus dem Gelände werden soll. Der Vorschlag: Von den insgesamt 40 Hektar des Übungsplatzes soll laut Spies der "nutzbare Teil" an Landwirte verpachtet werden. Laut einer Bewertung der Flächen, die noch von Gutachtern der Bima vorgenommen worden sei, könnten etwa zehn Hektar bewirtschaftet werden. Das restliche Areal, abzüglich der unter Naturschutz stehenden Biotopflächen, solle weiterhin vom dem Schäfer vor Ort genutzt werden können.
Zu diesem Vorschlag des Ausschusses soll es laut Ortsbürgermeister bald ein Treffen mit dem Gemeindevorstand, den ortsansässigen Landwirten und dem betroffenen Schäfer geben. cweb

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