Oberbilliger Elektrofähre muss am zweiten Arbeitstag in die Werkstatt

Verkehr : Oberbilliger Elektrofähre muss am zweiten Arbeitstag in die Werkstatt

Die neue Oberbilliger Elektrofähre Sankta Maria II musste am Montag wegen eines Defekts an einer Landeklappe gleich am zweiten regulären Arbeitstag ihren Betrieb einstellen.

Die Klappe, über die die Autos vom Wasserbilliger Anleger auf die Elektrofähre fahren, funktioniert zurzeit laut dem Oberbilliger Ortsbürgermeister Andreas Beiling nicht. Deshalb ankere das nagelneue Schiff zur Überprüfung im Merterter Hafen. Die Hydraulik für die Klappe klemmt laut Beiling. Deshalb werde die Fähre vorerst nicht mehr eingesetzt.

Der Defekt ist gleich am frühen Montagmorgen aufgefallen. Danach wurde das neue Schiff in den Hafen gefahren. Die alte Sankta Maria wurde wieder in Betrieb genommen worden. Allerdings muss wohl auch die Dieselfähre am späten Montagnachmittag wieder zurück in den Hafen. Gegen 17 Uhr erwartet Beiling, dass die Mosel in Wasserbillig die kritische Hochwassermarke von 3,30 Meter erreicht. Bei diesem Pegel wird der Fährbetrieb ohnehin eingestellt, sagt Beiling.

Die Sankta Maria II bleibt laut der Ortsgemeinde vorerst im Hafen, bis der Fehler gefunden und repariert wurde. Mitarbeiter der Spezialfirma, welche den Prototypen gebaut haben, würden vor Ort erwartet. Sie sollen die Sankta Maria II wieder flott machen.

Beiling geht davon aus, dass sie frühestens am Mittwochnachmittag wieder einsatzbereit ist. Ob am Dienstag überhaupt eine Fähre zwischen Oberbillig und Wasserbillig hin- und herpendelt, hängt zudem von der Hochwasserlage an der Obermosel ab.

Die Elektrofähre hat insgesamt 1,7 Millionen Euro gekostet. Die Gemeinden Oberbillig (Deutschland) und Mertert-Wasserbillig (Luxemburg) teilen sich die Kosten. Die EU fördert die Fähre mit mit 660 000 Euro aus dem Interreg-Programm für interregionale Zusammenarbeit.

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