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Oberbilliger und Wasserbilliger wollen Fähre mit Elektroantrieb

Oberbilliger und Wasserbilliger wollen Fähre mit Elektroantrieb

Die Moselgemeinde Oberbillig und ihr luxemburgischer Nachbarort Wasserbillig auf der anderen Moselseite planen den Bau einer neuen Moselfähre. Das Schiff soll die Fähre Sankta Maria ersetzen, die seit rund 50 Jahren die beiden Gemeinden miteinander verbindet.

In der jüngsten Sitzung des Oberbilliger Gemeinderates wurde die weitgehend fertige Planung eines Ingenieurbüros für den Schiffsneubau vorgestellt und beschlossen.
Hervorstechendes Merkmal der neuen Fähre ist ihr vollelektrischer Antrieb auf Batteriebasis. Das Fahrzeug wird geräumiger und komfortabler als sein Vorgänger sein. Jedoch will man an der maximalen Ladekapazität von sechs Autos bewusst festhalten, um keinen zusätzlichen Autoverkehr in den Ortskern zu locken. Die Baukosten, die sich Oberbillig und Wasserbillig zur Hälfte teilen, werden auf rund 1,47 Millionen Euro geschätzt. Wann der Bau beginnen kann, ist noch ungewiss. Zurzeit wird die Förderung über das EU-Programm "Interreg" für grenzüberschreitende Projekte geprüft - ebenso wäre eine Förderung über das Bundesverkehrsministerium möglich. Ortsbürgermeister Andreas Breiling: "Wir können nicht vor den Förderanträgen ausschreiben. Sollte es keine Förderung geben, werden die Gemeinden das neue Schiff über Kredite finanzieren." Dies sei unproblematisch, da der Fährbetrieb regelmäßig Gewinn abwerfe. f.k.