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Obstbrände mit ausgezeichneter Qualität

Obstbrände mit ausgezeichneter Qualität

Peter Greif ist Winzer - und Brenner von Edelbränden. Für die hohe Qualität seiner Schnäpse hat er in diesem Jahr den Staatsehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz bekommen.

Tawern-Fellerich. (itz) Peter Greif hält rotbackige Mirabellen in seinen Händen. "Die Qualität des Obstes muss stimmen", erzählt er. "Unreife oder faule Früchte mische ich erst gar nicht."

Mit Ausnahme der Williams-Birnen verwendet Greif nur regionales Obst. Birnen, Äpfel oder Quitten, die seinen Qualitätsansprüchen nicht genügen, gibt er auch schon mal zurück: "Wenn das Obst faul ist, bekommt der Edelbrand sofort einen Essigstich." Sobald das Obst durchgegoren sei, müsse es gebrannt werden. "Zu lange Standzeiten führen zu Fehltönen."

Greif stellt seit rund 25 Jahren Brände her. "Vieles, was dafür nötig ist, habe ich auf Seminaren und aus Gesprächen mit Kollegen gelernt."

Für seine Arbeit hat Greif dieses Jahr den Staatsehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz bekommen. Das macht ihn stolz. Er ist für ihn Bestätigung seiner Leistung und Ansporn zugleich: "Das Schöne beim Brennen ist, dass man nie auslernt."

Bis der neue Wein im Keller ist, steht die Destille noch unbenutzt im Keller. Das zum Befeuern nötige Holz stapelt sich schon neben ihr. "Entscheidend ist, das Herzstück des Brandes sauber vom Vor- und Nachlauf zu trennen."

Gelangen zu viele leicht flüchtige Alkohole in das Herzstück, riecht der Brand wie Verdünnung; bei zu vielen schwer flüchtigen Alkoholen muffig. "Einen guten Brenner zeichnet aus, dass er den jeweils richtigen Moment zum Abtrennen findet." Dazu gehöre auch eine ordentliche Portion Mut zum Experimentieren. Filtern und Lagerung sind die nächsten Schritte, bei denen Fehler passieren können. "So können bei der Erstbelegung eines Holzfasses die gewollten Frucht- durch Holznoten überlagert werden."

Nachdenklich riecht Greif an einem Glas Quittenbrand und meint: "Qualität kann ich nur produzieren, wenn ich die Produktionsmenge beschränke. Und wenn ich mein Handwerk beherrsche."