"Oh Gott, ist das kalt"

Die herbstliche Witterung konnte die Freunde des Triathlonsports nicht abschrecken: 61 Teams gingen beim 13. Staffel-Triathlon rund um den Keller See an den Start. "Ein neuer Rekord", so die Veranstalter.

Kell am See. Ob die in den kalten See springen? Diese Frage stellten sich nicht nur viele Zuschauer, sondern auch die Veranstalter. Sie zwangen die Teilnehmer nicht ins kühle Nass, sondern boten statt der Schwimmstrecke alternativ eine Laufstrecke an. "Oh Gott, ist das kalt", stellte dennoch eine junge Schwimmerin trotz wärmendem Schwimmanzug fest.

Einer schwimmt, einer radelt, einer läuft. "Gezählt wird die Gemeinschaftsleistung und das Gemeinschaftserlebnis", erklärte SV-Vorstandsmitglied Wolfgang Berens. Abteilungsleiter Raimund Valerius hatte indes alles im Griff. Er war an den Wechselzonen zu finden, um das Publikum über Lautsprecher zu informieren, welche Sportler gerade eintreffen .

Vereine, Familien, Frauen und Jugendliche konnten Teams bilden. Die weiteste Anreise hatte das Team des Taurus-Bades in Mühlheim-Kärlich auf sich genommen. Die zahlenmäßig Stärksten waren die sechs Teams von "Natus" aus Trier. Insgesamt gingen 180 Triathleten und 21 Walker an den Start.

Die Zuschauer, meist Gäste des Landal-Ferienparks, genossen die Wettkampfatmosphäre, obwohl man hin und wieder dafür einen Regenschirm brauchte. Miterlebt werden konnten so kleine Pannen wie bei der ersten Schwimmerin, die dem See entstieg, Rebecca Buchna von Tri-Sport-Saar-Hochwald in Weiskirchen, die ihren radelnden Sportskameraden suchte: "Wo bist du denn?" Radler Johannes Weyand hatte sich etwas abseits aufgestellt, um die Strecke von seiner Schwimmerin zu übernehmen. Richtig dramatisch sah es zeitweise in der Wechselzone vom Radfahren aufs Laufen aus. Gesprenkelt mit vielen Schlammpünktchen wurde die erstrampelte Zeit an die Läufer weitergegeben. Einige legten sich erst mal hin, so anstrengend war die Radstrecke. Zum Schluss hatten die Lokalmatadore der Vereinsteams "Flotter Dreier" die Nase vorn. Lutz Gubernator kam mit einer Zeit von 58:04 Minuten nach den Vorleistungen von Schwimmer Klaus Erschens und Radler Burkhard Jungblut ins Ziel.

Extra Ergebnisse des 13. Staffel-Triathlons: Siegerteam der Vereine wurde der "Flotte Dreier" mit Schwimmer Klaus Erschens, Radler Burkhard Jungblut und Läufer Lutz Gubernator in einer Zeit von 58:04 Minuten. Schnellste Jugendliche (kürzere Strecke) wurden die "TVH-Speedies" aus Hermeskeil mit Schwimmerin Bettina Weber, Radler Kevin Thewes und Läufer Alexander Bock mit 47:52 Minuten. Die schnellsten Frauen stellten die "T(r)eamgirls" aus Idar- Oberstein mit Schwimmerin Elke Römmelt, Radlerin Anja Thomas und Läuferin Katrin Kunz in 1:01:06 Stunden. Die Familienteams, die mindestens zwei Generationen umfassen mussten, dominierte der "Eifelblitz" aus Hetzerath mit Schwimmerin Jana, Radler Ralf und Läuferin Marian Dahlem in 53:12 Minuten. Schnellster Walker wurde Hans Klären vom SV Hetzerath in 30:20 Minuten. (doth)