Olympiade am Moselufer

Spiel, Spaß und die Abnahme der Leistungsspange standen auf dem Programm des Zeltlagers der Jugendfeuerwehren (JFW) aus der Verbandsgemeinde. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der JFW aus Wasserliesch und Temmels campten 120 Jungen und Mädchen ein Wochenende am Moselstrand.

Wasserliesch. (kpj) Große weiße Zelte, Essens- und Getränkestände und 120 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern bestimmten das Bild rund um den Wasserliescher Sportplatz. Mittendrin steht ein Bauwagen mit der Aufschrift "Lagerleitung". Jugendliche spielen auf der Wiese Fußball oder dösen auf Sonnenliegen vor den Zelten, während drei Trupps junger Feuerwehrleute sich hochkonzentriert zur Abnahme der Leistungsspange bereit machen. Vier Tage hatte der Feuerwehrnachwuchs aus Wasserliesch, Oberbillig, Temmels, Wellen, Nittel, Tawern, Wiltingen, Oberemmel, Pellingen, Konz und Niedermennig sein Zeltlager am Moselufer aufgeschlagen. Zum zweiten Mal fand das Zeltlager in Wasserliesch statt. Grund hierfür war das zehnjährige Jubiläum, das die Wasserliescher JFW gemeinsam mit dem Temmelser Feuerwehrnachwuchs feierte. Bei einer Dorfrallye, dem Jugendwartwettkampf und der Lagerolympiade konnten die Jungen und Mädchen ihre Fähigkeiten beweisen. Neben Spiel und Spaß stand auch die Abnahme der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr auf dem Programm. Als Gast nahm eine Gruppe der Bitburger JFW an der Leistungsabnahme teil. 24 Jugendliche hatten sich gründlich auf diese wichtige Prüfung vorbereitet. Aufgeteilt in drei Trupps galt es, die Fachaufgaben mit Disziplin, Wissen und Können gemeinsam zu lösen. So musste der Feuerwehrnachwuchs einen Fragebogen ausfüllen, in dem das theoretische Fachwissen eine große Rolle spielte. Geschick und gute Zusammenarbeit war bei den praktischen Prüfungen gefragt. "Trupp zum Löschangriff vollzählig angetreten!" meldet sich Gruppenführer Pascal Bauschert von der JFW Wiltingen mit acht weiteren Jugendlichen beim Wertungsrichter zur Prüfung an. Die Jungen und Mädchen tragen Leibchen mit unterschiedlichen Symbolen, die sie als Melder, Maschinist, Angriffs-, Wasser- oder Schlauchtrupp identifizieren. Auf Kommando schließen die Jugendlichen die Tragkraftspritze an und verlegen drei Schlauchleitungen. Schließlich heißt es "Wasser Marsch!" und die Übung ist geschafft. Auch das anschließende Verlegen einer 120 Meter langen Schlauchleitung schaffen die neun Jungen und Mädchen in passablen einer Minute und sieben Sekunden. Ein Staffellauf und das Hammerwerfen komplettieren die Prüfung. Ständig dabei sind Wertungsrichter, die penibel jeden Fehler notieren und die Zeiten festhalten. Markus Morsch ist der Abnahmeberechtigte der Deutschen Jugendfeuerwehren und überreichte die begehrte Auszeichnung an: Ruth Epper, Florian Fuchs, Alexander Wengler, Alexander Kricheldorf, Ramon Stanzel, Stefan Richter, Carlos Rüdesheim, Lena Orth und Daniel Gillen (alle JFW Bitburg) sowie Marc Wacht, Alexander Müller, Nicolas Roth, Marc Grubert, Tobias Clemens und Pascal Reifer (JFW Wasserliesch), Sissy Haas (JFW Konz), Haiko Schettgen (JFW Wellen) sowie Pascal Bauschert und Stefan Claß (JFW Wiltingen) die begehrte Auszeichnung.