Volkshochschulen Online-Kurse als Antwort auf Corona in den Volkshochschulen im Kreis Trier-Saarburg

Trier/Saarburg/Konz · Wegen des Unterrichtsausfalls während des Lockdowns bekamen viele Dozenten weniger Geld. Wenn möglich, startet der Normalbetrieb nach den großen Ferien.

 Das Foto zeigt die neu gestaltete Internetseite der Kreisvolkshochschule (KVHS) Trier-Saarburg.

Das Foto zeigt die neu gestaltete Internetseite der Kreisvolkshochschule (KVHS) Trier-Saarburg.

Foto: TV/Screenshot kaf

Wie fast alle übrigen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen musste auch die Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg ab dem 16. März für rund zwei Monate wegen des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie ihren Betrieb gänzlich schließen.

Ab Mitte Mai 2020 waren zunächst mit großen Einschränkungen, die nach und nach gelockert wurden, wieder Volkshochschul-Veranstaltungen erlaubt. Dies führte dazu, dass der Kursbetrieb der Kreisvolkshochschule (KVHS) mit 28 Außenstellen über das gesamte Kreisgebiet verteilt langsam wieder anlaufen konnte. Durch die erheblichen Einschränkungen in der Nutzung von kommunalen Schulen, Turnhallen und Schwimmbädern, war bis zum Beginn der großen Sommerferien aber noch kein Normalbetrieb möglich. Erst nach den großen Ferien soll dieser Normalbetrieb wieder aufgenommen werden – sofern keine erneuten Einschränkungen wegen Corona im Kreis Trier-Saarburg verordnet werden.

Rudolf Müller, Leiter der KVHS Trier-Saarburg, sagt: „Sollte es aufgrund von erneuten Einschränkungen durch Corona zu Ausfällen kommen, werden wir als Ersatz vermehrt Online-Angebote machen.“

Der Lockdown hat die KVHS zum kurzfristigen Abbrechen zahlreicher Kurse gezwungen. In den folgenden zwei Monaten konnten auch keine neuen Kurse mehr gestartet werden. Danach war nur ein stark eingeschränkter Neustart möglich. In Zahlen bedeutet dies: Bis zum 9. Juli mussten 432 Kurse und Einzelveranstaltungen abgebrochen werden, oder sie mussten ganz ausfallen. Dies betraf 5135 Unterrichtsstunden; dadurch entfielen 35 611 Euro an Gebühreneinnahmen. Für die Dozenteninnen und Dozenten bedeutete der Unterrichtsausfall einen Verlust von 94 338 Euro an Honoraren. Auch die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter der VHS-Außenstellen erhielten durch den Ausfall während des Lockdowns eine geringere Aufwandsentschädigung. Die Kreisvolkshochschule bemühte sich ebenso wie andere Weiterbildungseinrichtungen darum, ihre Angebote wenigstens teilweise auf digitalem Wege zu verbreiten. So bot die VHS-Außenstelle in Saarburg drei Webinare an, von denen zwei zustande kamen. Weitere Online-Kursangebote gab es bei den VHS-Außenstellen in Konz und in Schweich.

Etwa die Hälfte der hauptamtlichen Mitarbeiter der KVHS arbeiteten teilweise im Home-Office. Für die interne Kommunikation wurde auf die Möglichkeit der Telefon-Konferenz zurückgegriffen.

Zur internen Weiterbildung veranstaltete die KVHS am 4. Juli  eine ganztägige Schulung zur Nutzung der vom Deutschen Volkshochschulverband bereitgestellten VHS-Cloud, bei der eine externe Dozentin aus Mainz in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten einführte. Seitens der Leitung der Kreisvolkshochschule ist beabsichtigt, davon in den nächsten Jahren verstärkt Gebrauch zu machen.

Während der großen Ferien sollen noch einige Kurse, die am 16. März abgebrochen werden mussten, nachgeholt werden.