Onsdorfer geben Geld für neue Dächer und Brunnenplatz frei
Onsdorf · Zwei Dachsanierungen und die Gestaltung des geplanten Brunnenplatzes Im Sirker, Ecke Im Dorf sind die größten Posten im Haushalt der Ortsgemeinde Onsdorf. Das 170-seitige Zahlenwerk für die rund 150 Einwohner weist bis Ende 2015 Verbindlichkeiten von bis zu 167 000 Euro aus, falls alle Projekte umgesetzt werden.
Onsdorf. Auf 43 000 Euro belaufen sich die Investitionen im neuen Doppelhaushalt der Ortsgemeinde Onsdorf für 2014 und 2015. Der gesamte Betrag muss über Kredite finanziert werden. Dickster Brocken ist dabei die Gestaltung des Brunnenplatzes Ecke Im Sirker/Im Dorf mit 32 000 Euro. Dafür wird im nächsten Jahr ein Zuschuss von 13 700 Euro vom Land erwartet.
"Wenn die Genehmigung von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion da ist, legen wir mit dem Platz los", sagt Ortsbürgermeister Johann Nikolaus Steffes. Weitere 10 000 Euro sind in diesem und nächsten Jahr für Unvorhergesehenes eingeplant.
Lange wollte die Ortsgemeinde das Dach ihres Bürgerhauses für die Gewinnung von Sonnenstrom nutzen. Doch die Einspeisevergütung sank immer weiter. "Dann kam die Nachricht der Konzer Verbandsgemeindewerke, dass sich die Investition nicht mehr rechnet", bedauert Ortschef Steffes.
Der eigentliche Plan war, mit Solarenergie das sanierungsbedürftige Dach des Gebäudes und das des Nachbarhauses zu finanzieren. 51 000 Euro kostet das zusammen. Bis zu 167 000 Euro veranschlagt Wolfgang Pfeifer von der Finanzverwaltung der Verbandsgemeinde Konz als Verbindlichkeiten Onsdorfs bis Ende 2015, fügt aber hinzu: "Das sind alles Planzahlen. Die Wirklichkeit sieht immer anders aus." Den Plan nimmt der Rat aber einstimmig an.
Die gute Nachricht für die Onsdorfer: Weder Gebühren noch die Grundsteuer werden erhöht. Die schlechte: Beerdigungen werden teurer. Die neuen Friedhofsgebühren sorgen für Aufregung. Nachdem eine Firma aus Gutweiler ihren Vertrag zur Grabherstellung hat, bekam ein Tawerner Unternehmen nach einer Ausschreibung als einzige Bieterin den Zuschlag. Die Neuberechnung der Grabherstellungskosten schockt die Ratsmitglieder. Die Gebühr für ein Normalgrab steigt von früher 770 auf 1400 Euro. Das Kindergrab wird mit 800 Euro um 150 Euro teurer. Nur der Preis für das Urnengrab bleibt mit 170 Euro gleich.
Klaus Fuchs (SPD) plädierte dafür, dass sich Onsdorf selbst einmal umhört, um eine billigere Lösung zu finden. Beigeordneter Otmar Greif fragte: "Kann man das neu ausschreiben?" Die Ausschreibung sei richtig abgelaufen. "Das bedeutet, ohne neuen Vertrag, kein neues Grab", bestätigt Pfeifer. Mit vier Ja und drei Nein-Stimmen wurde der Vertrag angenommen. Allerdings will Onsdorf diesen zum Ablauf am 31. März 2016 kündigen. doth