"Ordnung ist das halbe Leben"

Heinz Schädler ist leidenschaftlicher Sammler. Zeitungsartikel, Fotos, selbst verfasste Texte und andere Dinge, die mit seiner Wahlheimat Saarburg zu tun haben, hat er über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen. Das und sein Wissen machen den heute 78-Jährigen in Saarburg zu einem gefragten Mann in Sachen Heimat- und Zeitgeschichte.

Heinz Schädler ist Hobby-Historiker aus Leidenschaft. TV-Foto: Hermann Pütz

Saarburg. (hpü) Heinz Schädler liebt seine Heimat, die Stadt Saarburg. Vor allem aber weiß er viel über sie und ihre Historie. Zudem verfolgt er schon seit Jahrzehnten mit großem Interesse, was in und um Saarburg passiert. Während sich Schädler einen Großteil seines Wissens beispielsweise in der Zeitung angelesen hat, hat er andere Begebenheiten nicht nur miterlebt, sondern sie haben sich unauslöschlich in sein Gedächtnis eingebrannt. So berichtet der 78-Jährige beim TV-Besuch von Marie-Elisabeth Pütz aus Saarburg, die 1950 zur Deutschen Weinkönigin gewählt wurde. "Anschließend gab es in der Stadt einen großen Empfang. Das war schon ein Erlebnis - auch deshalb, weil es kostenlos Wein gab", erinnert sich Schädler und schmunzelt.

Die Geschichte mit der Deutschen Weinkönigin, die aus Saarburg kam, ist aber auch nachzulesen: "Ein Streifzug durch Saarburgs Weingeschichte", heißt das knapp 50 Seiten umfassende Heftchen, das Hobby-Historiker Schädler Anfang der 1990er Jahre verfasst und herausgegeben hat - wenngleich nur in kleiner Auflage von ein paar Hundert Stück.

"Die Saarburg" (Thema ist das Wahrzeichen der Stadt Saarburg), "Saarburger Land" sowie eine kurz gefasste Chronik der Pfarrkirche St. Laurentius sind weitere Schriften, die aus Heinz Schädlers Feder stammen und die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erschienen sind. Der ehemalige Verwaltungsbeamte verfasste außerdem Artikel für zahlreiche Festschriften sowie für das Jahrbuch des Landkreises Trier-Saarburg.

Schädler, der aus Neumagen-Dhron stammt und seit 1938 in Saarburg wohnt, beschäftigt sich trotz seines hohen Alters noch immer intensiv mit seiner Heimat. Und noch immer dient ihm vor allem die Zeitung - in diesem Fall der Trierische Volksfreund, den er schon seit Jahrzehnten regelmäßig liest - als Informationsquelle. Und wenn er einen Artikel findet, der ihm als "erhaltenswert" erscheint, klebt er ihn in einen seiner dicken Ordner ein. Denn: "Ordnung ist das halbe Leben."