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Organisatoren des Weihnachtsdorfs: "Wir sind rundum zufrieden"

Organisatoren des Weihnachtsdorfs: "Wir sind rundum zufrieden"

So groß war der Andrang noch nie. Das Weihnachtsdorf auf dem Freilichtmuseum Roscheider Hof hat sich endgültig zum Publikumsmagneten entwickelt. Vielleicht verstärkte die verzwickte Verkehrssituation in Konz noch den Besucheransturm.

Konz. "Wir sind an der Kapazitätsgrenze angekommen", sagte Geschäftsführer Hermann Kramp und sah dabei keineswegs unglücklich aus. Nach einer eher zähen Besucherentwicklung seit seiner Etablierung im Jahr 2003 ist der Weihnachtsmarkt auf dem Roscheider Hof längst ein Publikumsmagnet geworden. An den vier Tagen seiner Öffnung in diesem Jahr wurden 13 477 Besucher von der heimeligen Stimmung im Innenhof des Freilichtmuseums angezogen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 10 666 und 2003, im ersten Jahr, noch bescheidene 6246.
Zufrieden waren nicht nur die Besucher. Auch von den 35 Ausstellern im Innenhof und im Besucherzentrum kamen keine Klagen. Das Saarburger Forstamt, das wie immer im historischen Pavillon Platz nahm, hatte schon am vorletzten Tag sein Wildbret komplett verkauft. Und weil sich die Standmieten pro Tag im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen, sind für die Aussteller die finanziellen Risiken gering. Darum stellen sie sich in schöner Regelmäßigkeit Jahr für Jahr wieder ein. Mittlerweile führt der Roscheider Hof sogar eine Warteliste. Für das Museum fällt dabei kaum mehr ab als eine schwarze Null. Aber Gewinnmaximierung gehört ohnehin nicht zu den Zielen einer öffentlich geförderten Einrichtung. Wichtiger, so Kramp, sei die Qualität des Angebots, und auch damit sei man rundum glücklich.
Das Zusatzprogramm bleibt bescheiden. Die Bläsergruppen Concordia Konz und Winzerkapelle Wiltingen sorgten für weihnachtliche Klangfülle, und für die Kleinen waren das historische Karussell und der Nikolaus wie immer echte Attraktionen. Mehr Programm müsse nicht sein, sagte Kramp. "Die Leute kommen sowieso".
Sie kamen, obwohl die Zufahrt von Konz-Mitte durch Straßensperrungen und Einbahnstrecken nicht gerade erleichtert wird. Vielleicht, so vermutet Kramp, hat das Chaos in der Stadt sogar noch mehr zum Roscheider Hof gelockt. Nur die Busse blieben aus. Kramp: "Vielleicht haben die uns gar nicht gefunden." mö