Ortsdurchfahrt Damflos: Die Bagger rücken im Frühjahr 2019 an

Straßenausbau : Ortsdurchfahrt Damflos: Die Bagger rücken im Frühjahr 2019 an

Der Gemeinderat Damflos hat die Ausbaupläne für die Ortsdurchfahrt festgezurrt. Im Herbst gibt es noch einmal eine Infoveranstaltung für die Anlieger.

Viele Besprechungen und Ortstermine zum geplanten Ausbau der Kreisstraße 100/Hauptstraße in Damflos liegen bereits hinter den Mitgliedern des Gemeinderats. Am Donnerstagabend hat das Gremium bei einer Enthaltung die endgültige Planung abgesegnet. „Wir haben versucht, alle Anregungen der Anlieger zu berücksichtigen“, stellte Ortsbürgermeister Joachim Wellenberg fest. Dann überließ er Marc Kuhn vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier das Wort, der noch einmal einen Überblick über die Planung gab und die zuletzt noch vorgenommenen Änderungen vorstellte.

Die K 100 soll in zwei Bauabschnitten auf einer Länge von insgesamt 670 Metern erneuert werden. Ausgespart bleibt allerdings das Mittelstück, das am Bürgerhaus vorbeiführt und bereits 2003 ausgebaut wurde. Dort werde lediglich die Fahrbahndecke miterneuert, sagte Kuhn. Laut dem Planer nutzen im Durchschnitt täglich etwa 1150 Fahrzeuge die Straße. Der Anteil des Schwerlastverkehrs sei allerdings „relativ gering“ und liege nur bei zwei Prozent.

Zum Ausbaukonzept zählen eine Reihe von Bäumen, die entlang der Ortsdurchfahrt gepflanzt werden sollen. Vor allem am Orsteingang aus Richtung Neubaugebiet könne dies auf die Verkehrsberuhigung einen positiven Effekt haben, erklärte Kuhn: „Es entsteht eine Art Tor-Wirkung. In der Regel führt das dazu, dass der Großteil der Autofahrer an dieser Stelle etwas langsamer macht.“

Für die neue Fahrbahn ist grundsätzlich eine Breite von 5,50 Metern geplant. Gehwege mit 1,25 Metern Breite werden beidseitig angelegt. An der Einmündung der Straße Borwiese wird dem Vorschlag von Gemeinde und Anwohnern folgend ein geplanter Baum näher an die Straße gesetzt, so dass der Gehweg dahinter vorbeiführt. Mehrere Planungsvarianten gab es laut Kuhn für den Bereich am Friedhof, wo die Waldstraße auf die Ortsdurchfahrt trifft. Geeinigt habe man sich auf eine Lösung, bei der mehrere neue Stellplätze an der K 100 entstehen. Somit stünden etwa bei Beerdigungen künftig ausreichend Parkplätze für die Friedhofsbesucher zur Verfügung. Dort, wie auch an anderen gut einsehbaren Stellen, sind Überquerungshilfen für die Fußgänger geplant. Für Autofahrer sind die Hilfen an den hellen Pflastersteinen gut erkennbar. Weil ein neues Gesetz zur Personenbeförderung bis 2022 voll in Kraft trete, erläuterte der Fachmann vom LBM, seien die Ortsgemeinden zudem angehalten, mindestens eine Haltestelle im Ort komplett barrierefrei zu gestalten. Dabei werden beispielsweise die Bordsteine so erhöht, dass Menschen mit Gehbehinderung bequem in den Bus einsteigen können. Entsprechende Pläne für Damflos liegen vor. Auf Vorschlag von Ortsbürgermeister Wellenberg wird der Rat sich damit „in Ruhe“ befassen und in der nächsten Sitzung darüber entscheiden.

Laut Wellenberg soll es im Herbst eine Anliegerversammlung zum Ausbau geben. Dort könnten auch die ungefähren Kosten vorgestellt werden. Für die Fahrbahn zahlt der Landkreis Trier-Saarburg als Baulastträger. Die Ortsgemeinde muss für Gehwege und Straßenbeleuchtung aufkommen, beteiligt daran aber die Anlieger. Die Kosten für die Grünflächen werden geteilt.

Die Arbeiten sollen laut Ortschef im Winter ausgeschrieben werden, weil dann in der Regel bei den Firmen bessere Preise zu erzielen seien. Der Ausbau könnte dann im Frühjahr 2019 starten, zunächst mit dem Abschnitt vom Neubaugebiet bis zur Einmündung der Brunnenstraße. Abschnitt zwei werde dann voraussichtlich nach einer Winterpause im Frühjahr 2020 angepackt.