Ortsdurchfahrt Zerf wird ausgebaut

Zerf · Auf 710 Metern Länge soll die Bundessstraße 407 in Zerf in zwei Teilabschnitten ausgebaut werden. In einer Bürgerversammlung zeigte Lambert Norta vom LBM auf, wie der Ausbau das Erscheinungsbild des Dorfes aufwerten kann. Mit einem Baubeginn ist jedoch nicht vor 2014 zu rechnen. Auch auf Kosten will sich der Planer noch nicht festlegen.

Zerf. "Wir wollen mit unserem Ausbau Autofahrern zeigen, wo der Ort beginnt, denn ab hier soll es nett aussehen", beschreibt Lambert Norta, Leiter der Planungsabteilung für Aus- und Umbau beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier, die Gestaltungsvorstellung beim Ausbau der B 407 in Zerf.
Den rund 70 Zuhörern, die zu einer Bürgerversammlung gekommen sind, erklärt Norta: "Das hier ist die Vorplanung, der eine Feinplanung folgt." Richtig los gehe die Arbeit, wenn jeder Anlieger angeschrieben und um Einverständnis gebeten wurde: Damit auf den entsprechenden Grundstück die Arbeiten auch durchgeführt werden dürften - selbst, wenn es sich nur um einen Bordstein handelt.
Knackpunkt der ganzen Planung ist die Einmündung Bahnhofstraße: Ob das dortige Eckhaus abgerissen wird, lässt der Ortsgemeinderat in seiner anschließenden Sitzung offen, stimmt jedoch der vorgestellten Planung im Grundsatz zu. "Auf Wunsch kommen wir auch zu ihnen nach Hause, um alles zu erklären", bietet der LBM-Mann an - und warnt: "Was jetzt an Veränderungen beim Ausbau versäumt wird, kann lange nicht mehr korrigiert werden."
Besonders die Gehwege liegen Planer Norta am Herzen: "Wir wollen, dass sich Fußgänger, Leute mit Kinderwagen und Nutzer von Rollatoren gut bewegen können und sicher über die Straße kommen."
Der Ausbau werde insgesamt "den Ort wertvoller machen", ist Norta sicher. Denn erfahrungsgemäß folgten Ausbaumaßnahmen die Neugestaltungen von Vorflächen und Anstriche von Häusern. Im Zuge des Ausbaus werden auch Kanäle und Wasserleitungen saniert. "Wir arbeiten eng mit den Verbandsgemeindewerken zusammen", versichert der Planer.
Anwohnerkosten noch unklar


Wie sieht es mit dem Zeitplan aus? Wo sollen wir während der Arbeiten parken? Wieviel Anliegerbeiträge werden fällig? Solche Fragen aus dem Publikum konnte Norta in diesem frühen Stadium der Planung nicht beantworten. Sicher sei, dass erst im nächsten Jahr mit dem Ausbau begonnen wird. Was das alles kostet, müsse die Ausschreibung der Arbeiten ergeben. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, trage den Löwenanteil die Bundesrepublik Deutschland. Grundstückseigner entlang der Strecke teilen sich die Kosten für den Gehwegausbau und neue Lampen.
Rund ein Jahr Bauzeit wird veranschlagt, und: "Sicher wird es zeitweise nicht ohne Vollsperrung gehen."
Bei der Parkplatzfrage rät Norta, entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen, ob von privat oder der Gemeinde, die dann entsprechend gestaltet werden können. Bereits sanierte Abschnitte der Trierer Straße bleiben unberührt. Ob die Brücke am Marktplatz saniert werden muss, wird geprüft.
Hinsichtlich der Frage der zu fahrenden Geschwindigkeit legte der Planer noch in einem persönlichen Wort den Dorfbewohnern ganz allgemein nahe: "Fahren sie nie schneller als 50 Kilometer pro Stunde. Wenn sie einmal ein Kind überfahren haben, bekommen sie diesen Anblick ein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf." Geschwindigkeit sei kein Kavaliersdelikt.

Extra

Laut einer Zählung von 2006 liegt die Verkehrsbelastung der B 407 in der Ortsdurchfahrt Zerf bei 3006 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden. 322 davon, fast 11 Prozent, sind Schwerverkehr. 996 Fahrzeuge biegen dabei täglich in die Bahnhofstraße ab oder kommen von dort. Hier liegt der Schwerverkehr bei 40 Fahrzeugen. Die Ausbaulänge des ersten Teilabschnittes liegt bei 230, die des zweiten Teilabschnittes bei 480 Metern. Die künftige Fahrbahnbreite soll 6,50 Meter betragen. Beidseitig bekommt sie eine Rinne von 30 Zentimetern. Gehwege, die stellenweise auch beidseitig ausgebaut werden, sind 1,50 Meter breit. doth

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