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Ortsgemeinderat Irsch wird über die neueste Entwicklung im Ortskern informiert

Kommunalpolitik : So soll sich Irsch entwickeln

Die Ortsgemeinde vergibt unter anderem den Auftrag für einen neuen Bauhof.

„Eigentlich könnten wir diesen Punkt von der Tagesordnung nehmen“, stellt Jürgen Haag zur Billigung des Planentwurfs zum Bebauungsplan Brunnenhof im Ortskern von Irsch fest. Denn aus drei geplanten Vollgeschossen dieses Mehrfamilienhauses sind zwei geworden.

„Das Gebäude ist somit drei Meter niedriger und erfüllt deshalb die Vorgaben des Paragrafen 34 im Baugesetzbuch“, erklärt der Ortschef den Hintergrund in der jüngsten Sitzung des Rates. Darin steht, dass sich eine neue Bebauung der direkten Umgebung anzupassen hat. Die ursprüngliche Planung hätte den Ortskern deutlich überragt.

Das bedeutet aber auch, dass die Investoren ihren Bauantrag direkt bei der Kreisverwaltung einreichen können und nicht mehr das OK des örtlichen Gremiums brauchen. Jürgen Haag ist sicher: „Dieses Gebäude wird die Attraktivität des Ortsbildes deutlich steigern, auch wenn es jetzt niedriger ist.“

Mitte des Jahres werde Baubeginn sein, schätzt der Ortsbürgermeister. Es entstehen 24 Wohnungen, sechs weniger als vorher. „Jetzt warten wir auf Post von der Kreisverwaltung, dass es losgeht“, sagt Haag.

Selbst Bauherr ist die Ortsgemeinde beim geplanten neuen Bauhof mit Mobilitätscarport. Ersterer wird gebraucht, weil der bisherige erheblich zu eng ist, letzterer zum Aufladen von selbst fahrenden Kleinbussen, für die sich Irsch in einem Modellprojekt beworben hat (der TV berichtete mehrfach). Der Bauauftrag geht an die Firma Peter Keren aus dem saarländischen Perl-Tettingen im Wert von 38 4506 Euro. Rund 184 000 Euro davon muss das Dorf selber stemmen. Dieser Betrag muss von der Kommunalaufsicht noch genehmigt werden. Der Rest kommt aus diversen Fördertöpfen. Der Carport allein wird schon mit 60 000 Euro gefördert.

Die neue Halle kommt neben die Volksbankhalle der Karnevalsgesellschaft Närrisches Saarschiff.

Ganz wohl ist dem Rat bei dieser Auftragssumme jedoch nicht. Manfred Kurz (FWG) schlägt vor, einige Räume zu vermieten um wieder ein wenig Geld zurückzubekommen, und sagt zur E-Mobilität: „Wir wissen doch gar nicht, ob das kommt.“

Der vorgestellte Plan sei jedoch die Fördergrundlage, darauf weist Jürgen Haag hin. Variabel gestaltet, auch für eine teilweise gewerbliche Nutzung, könne das Gebäude immer noch werden. Helmut Steuer (CDU) verlangt: „Es muss Platz für Menschen und Geräte sein.“

Beschlossen hat der Irscher Rat außerdem, sich dem mittelfristigen Straßenausbauprogramm des Landesbetriebes Mobilität (LBM) und des Landkreises zum Ausbau der Ortsdurchfahrt (K 137) anzuschließen. Zunächst wird geplant. Mit Investitionen wäre frühestens 2022 zu rechnen.