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Ortsgemeinderat Mannebach ändert Plan fürs Kümmerner Baugebiet, will einen attraktiven Ortskern schaffen und einen Antennenmast, der das Funkloch stopft.

Kommunales : Neuer Ortskern und besserer Empfang

Der Ortsgemeinderat Mannebach will eine attraktive Ortsmitte gestalten und ein Funkloch stopfen. Zudem ändert er den Plan fürs Kümmerner Baugebiet. Die öffentliche Sitzung fiel kürzer aus als geplant.

Werden die Pläne für einen neuen Dorfmittelpunkt, einen Mobilfunkmast und das Baugebiet im Ortsteil Kümmern umgesetzt, macht Mannebach wieder einen großen Sprung in Richtung mehr Wohn- und Lebensqualität. Aber vorher gibt es viel Gesprächsbedarf, wie sich bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats gezeigt hat.

Sehr lange, rund zweieinhalb Stunden, wurde nichtöffentlich beraten. Ein Ergebnis: Das Areal im Kümmerner Weg, links neben dem Brauhaus, soll angekauft und zu einem attraktiven Ortskern entwickelt werden. „Es können auch ein bis zwei Baustellen ausgewiesen werden“, deutet Ortsbürgermeister Thomas Lellig an. Die Kosten dafür sind noch offen, auch für den Abriss eines Schuppens. Geprüft werden soll jetzt, ob es einen Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes für dieses Projekt geben kann.

Mächtig Geld sparen will das Gremium, indem im Neubaugebiet Kümmern nicht sieben bis acht Parzellen erschlossen werden, sondern nur vier. „Das reduziert die Erschließungskosten von einer Million auf rund 200 000 Euro“, rechnet der Ortschef vor. Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Dixius ergänzt: „Damit reduzieren sich die Quadratmeterpreise für die künftigen Bauherren ganz erheblich und die Chance für eine schnelle Vermarktung steigt.“

Nils Osterwalder von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde stellt fest: „Wir sind immer noch im Bebauungsplanverfahren.“ Änderungen an der Planung können weiter vorgenommen werden. Das entschärft auch die Bedenken von Ratsmitglied Herbert Stors, der mit dem Baugebiet Verkehrsprobleme an der L 135 (Nitteler Straße) auf Kümmern zukommen sieht.

Beschlossen wird, die Stellungnahmen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Trier und der Verbandsgemeindewerke zur Erschließungssituation abzuwarten, um weiter planen zu können.

Noch nicht diskutiert bleibt, weil abgesetzt (siehe Info), die frei gewordene Wohnfläche im Dachgeschoss des Bürgerhauses, aus der das Büro einer ortsansässigen Firma ausgezogen ist. 90 Quadratmeter könnten hier vermietet werden. „Der Umbau mit Brandschutztechnik kostet uns aber erst einmal rund 5000 Euro“, schränkt Ortschef Lellig ein. Die Ortsgemeinde wolle weitere Angebote dazu einholen.

Im Ortskern hat man bisher nicht überall Verbindung zum Mobilfunknetz. Ein neuer Funkmast soll das ändern. Wie hart der Kampf um den Anschluss an das Netz werden kann, schildert der Ortsbürgermeister der Nachbargemeinde Onsdorf, Klaus Fuchs: „Ich bemühe mich seit 2004 um eine bessere Anbindung für unseren Ort.“ Onsdorf und Mannebach könnten jetzt mit einem Funkmast ein gemeinsames Funkloch stopfen. Wo dieser jedoch genau aufgestellt wird, will der Mannebacher Rat noch klären. Ortsbürgermeister Lellig betont aber: „Wir wollen den Mast auf jeden Fall.“