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Ortsgemeinderat Merzkirchen will eine Kita Neubau

Kommunalpolitik : Merzkirchen will eine Kita

Der Gemeinderat des 880-Einwohner-Orts hat einen Grundsatzbeschluss gefasst. Es sprechen einige Gründe für den Neubau einer Kindertagesstätte im Dorf. Nicht nur im eigenen Ort wird künftig mehr Nachwuchs erwartet.

Peter Hemmerling, Ortsbürgermeister von Merzkirchen, freut sich über den Ratsbeschluss zum einzigen Tagesordnungspunkt der vergangenen Sitzung. Er sagt: „Unser Ortsgemeinderat hat sich einstimmig für den Bau einer Kita in Merzkirchen ausgesprochen.“ Denn der Bau einer solchen Einrichtung sei ebenso notwendig wie sinnvoll.

Der Ortschef von Merzkirchen rechnet in den kommenden Jahren mit einem nicht unerheblichen Kinderzuwachs. Besonders wegen des Ortsteils Kelsen, wo ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohnungen entsteht und dem geplanten Neubaugebiet mit ebenso vielen Bauparzellen.

„Da kommen viele junge Familien mit Kindern“, erwartet Hemmerling. Die Nähe zu Luxemburg macht das rund 880 Einwohner zählende Merzkirchen attraktiv. Zudem soll die neue Kita helfen, den künftigen Anspruch auf eine siebenstündige, ununterbrochene Betreuung zu erfüllen. In der Erweiterung der Kindertagesstätte in Trassem sieht Hemmerling keine Lösung, denn: „Auch dort wird ja ein weiteres Neubaugebiet geplant.“ Derzeit besuchen die Kinder der Ortsgemeinde Merzkirchen die Kita in Trassem. Die Ortsgemeinde Trassem ist dort Bauträger und Merzkirchen beteiligt sich entsprechend der geltenden Vereinbarungen im Verhältnis der Kinderzahlen an den jeweiligen Kosten, wie den Bau- und Unterhaltungskosten sowie den Personal- und Sachkosten.

Ein dreigruppiges Angebot soll es nach den Vorstellungen des Ortsgemeinderats in Merzkirchen werden (Kostenvergleich siehe Info). Direkt daneben soll ein Mitfahrerparkplatz entstehen. „Die Kreisverwaltung hat uns schon die Bereitschaft signalisiert, das Neubau-Vorhaben mit Zuschüssen zu unterstützen“, erklärt Ortschef Peter Hemmerling. Und vom Bund werde das ja auch mitfinanziert.

Das alles könne noch zwei Jahre dauern. Aber nach dem Grundsatzbeschluss kommen noch die Planungsphase und Zuschussfragen.

Die Klärung der Frage der Betriebsträgerschaft ist laut Sitzungsvorlage Aufgabe des Kreisjugendamts. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen hat das Amt darauf hinzuwirken, dass ein freier Träger die Einrichtung übernimmt. Im Kreis Trier-Saarburg kommt dazu in erster Linie die Katholische Kita gGmbH infrage. Nur für den Fall, dass sich kein freier Träger bewerben sollte, muss die Ortsgemeinde diese Pflichtaufgabe übernehmen. Die Kita gGmbH, die auch Träger der Kita Trassem ist, hat bereits signalisiert, eine Trägerschaft auch in Merzkirchen übernehmen zu wollen.

Was sonst noch in diesem und dem kommenden Jahr an Maßnahmen umgesetzt werden kann, muss die nächste Ratssitzung zeigen. „In wenigen Wochen stellen wir unseren Investitionsplan vor, wenn Corona eine weitere Sitzung zulässt“, kündigt Peter Hemmerling an. Dann werde diskutiert, was man sich leisten könne in Merzkirchen und was nicht.